Privatgärten,  Über Stock und Stein

Das alte Pfarrhaus

Hastings ist eine britische, kleine Ortschaft direkt am Meer, mit wunderschönen Fischerhäuschen, typisch englischem Flair und einem B&B, das das Gärtnerherz schneller schlagen lässt. Das dortige, ehemalige Pfarrhaus wurde mit viel Liebe fürs Detail renoviert und eingerichtet. Doch nicht nur das Gebäude selbst, sondern auch der schön angelegte Garten, laden zu einer Gartenreise nach Großbritannien ein.

Die Staudenrabatten heißen herzlich Willkommen.

Ideal ist das Hotel für Ausflüge in nahe gelegene Gärten, wie Great Dixter oder Sissinghurst, die sich alle von dort aus mit einem Leihwagen besuchen lassen. Zudem hat man das Flair eines Küstenstädtchens mit all seinen Vorteilen. So kann man sich zwischen den Gartenbesuchen auch im Ort aufhalten: Man kann bummeln, sich an der Strandpromenade vergnügen, das örtliche Museum besuchen, oder sich am riesigen Strand verlieren.

Ein Band von Rot und Lila säumt das geschichtsträchtige Gebäude.

Ich war entzückt, als ich mit dem Leihwagen am Hotel ankam. Dort bot sich mir eine durchdachte, schön angelegte Haus- und Gartensituation. Eine wilde und trotzdem zarte Staudenrabatte umrahmte das Haus in kräftigen Rot- und Lilatönen. Der Weg zur Haustür wurde gesäumt von Spanischen Gänseblümchen, Margeriten, Rosen und Lavendel. Alles wirkte duftig und luftig und trotzdem imposant. Der zarte Wind strich vorsichtig durch die Pflanzen und es entstand ein leichtes Wogen, als würden mich die Stauden winkend willkommen heissen wollen.

Der Blick aus dem Zimmer raubt den Atem.

Der Empfang durch die Besitzerinnen des Hotels war ebenso herzlich, wie der erste Eindruck des Vorgartens. Es war als würde man zu einer guten Freundin nach Hause kommen. Ein kleiner Trink, zwischendurch die Formalitäten und dann wieder ein kurzer Plausch, bis man ins Zimmer geführt wurde. Dort bot sich mir ein eine wunderbare Überraschung. Der Blick aus dem großen Panoramafenster ging direkt in den Garten. Ich sah auf den Pavillon, der auf terrassierten, gemischten Rabatten thronte. Das überwältigte mich. Der erste Gartenbesuch lag so nahe.

Hier lässt es sich wunderbar Kaffee oder besser Tee trinken.

Der Garten ist in mehrere Bereiche gegliedert. Geht man aus dem Hotel heraus, steht man erst einmal vor den terrassierten Beeten, die teilweise durchwandert werden können. Im Anschluss daran öffnet sich eine große Terrasse mit Teich und Pavillon. Der perfekte Platz für einen Kaffee an der Sonne. Dieser Bereich wird durch den Pavillon und einem Staudenbeet von einer Rasenfläche getrennt, die sich ein gutes Stück, bis zu einem kleinen Waldgärtchen zieht.

Kleine versteckte Nischen laden zum Verweilen ein.

Links und rechts der Anlage führen zwei Wege entlang, die zum Erkunden der Gartenräume einladen. Die Besitzerinnen setzen vor allem auf imposante und lang blühende Stauden und Gehölze, die dem Garten immer ein perfektes Aussehen verleihen. Zwischendurch sähen sich eher kurzlebige Stauden und ein- und zweijährige Pflanzen wild im Garten aus. So entstehen jedes Jahr neue interessante Bilder. Diese Blumen lassen die imposante Anpflanzung wieder natürlich und lässig wirken. Fast wie ein Naturgarten und nicht übergepflegt.

Typisch britisch: Eine Ramblerrose umschmeichelt den Pavillon.

Immer wieder ergeben sich neue Aus- und Einblicke in den Garten. Man erlebt das typisch englische Gartenflair. So ist der Garten von Backsteinmauern umschlossen, der Pavillon ist von einer Ramblerrose überwachsen und die geborgte Landschaft lässt den Garten größer wirken. Sie bietet den perfekten Rahmen für dieses Stück Grün. Beim Durchlaufen findet man immer wieder prägende Elemente, die ganz klar zeigen, dass man sich in Großbritannien befindet.

Geborgte Landschaft bietet den perfekten Rahmen für Haus und Garten.

Versteckt in der Mauer, neben einem alten Steinbrunnen befindet sich in eine Tür, die zur Kirche führt. Hier ist in alten Zeiten der Pfarrer sicherlich oft zwischen Kirche und seinem Pfarrhaus hin und her gelaufen. Auch das machen Gebäude und Garten so interessant. Eine lange Geschichte, die bis ins 15. Jahrhundert zurück reicht. Gerne stelle ich mir vor, wie es damals wohl ausgesehen hat. Ich liebe es, mich in die Geschichte des Hauses und die damalige Zeit hinein zu träumen.

Zeuge einer langen Geschichte: der Steinbrunnen.

Besonders gut gelingt das, wenn man im Anschluß die Straße entlang zum Hafen läuft und sich von den alten Kapitäns- und Fischerhäuschen weiter inspirieren lässt. Dann beginnt man langsam ein Gefühl für diesen geschichtsträchtigen Ort zu entwickeln. Hierhin möchte ich gerne wieder zurück kehren. An einen Ort der Ausgangspunkt für eine Gartenreise und doch auch selbst eine Gartenreise ist.

Es berührt mich, diese Bilder erneut zu sehen und die Sehnsucht wächst. Gerne schwelge ich noch ein bisschen in meinen Erinnerungen und wünsche Dir viel Spaß beim Lesen meiner weiteren Artikel.

Liebe Grüße,

Dein Sven.

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