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Double Border – Makeover

Weil es Spaß macht die Veränderungen in einem Garten zu beobachten und Neues zu schaffen, bekomme ich über die Entstehung der Gartenräume und über Vorher-Nachher-Bilder viele Rückmeldungen und Anfragen auf weitere Entstehungsgeschichten. Deshalb zeige ich Dir, wie sich unser heutiges Double Border im Laufe der Zeit verändert hat. Fangen wir an, als es noch gar kein Double Border gab.

Blick in das zukünftige Double Border 2013.

Als wir 2013 in Lissie´s Haus gezogen sind, war dieser Bereich eine Rasenfläche. In der hintersten Ecke gab es als einzige Staude eine weinrote Pfingstrose, die ihre Blütenblätter leider schnell wieder abwirft. Alles war pflegeleicht, aber langweilig. Auch wir haben diesen Gartenraum als Durchgangsbereich eher vernachlässigt und jahrelang den Zustand belassen.

2014 sieht es schon etwas netter aus.

Auf den Bildern erkennt man, dass sich im angrenzenden Gartenteil bei der Terrasse und dem heutigen Weißen Garten mehr getan hat. Dort erkennt man Buchseinfassungen und Hortensien. Diesen Gartenbereich habe ich sehr schnell verändert, da er vom Wohnzimmer aus gesehen wird. Sicher wird es auch hierzu noch ein Makeover geben.

Nur wenig passiert in diesem Gartenteil.
Auch im nächsten Jahr ist nichts passiert.

Ansonsten sieht man, dass der Rasen viele Jahre nicht gewichen ist. Hier kam lediglich ein neuer Komposter hinzu und ein paar wenige Pflänzchen an der Hauswand entlang. Die Ramblerrose, die rechts an der Laube emporrankt, gibt es immer noch. Sie ist die Grenze zwischen dem heutigen Double Border, dem weißen Garten und der Terrasse, die an diesem Punkt zusammenstoßen. Wenn die Terrasse wieder überdacht ist, soll sie sie erneut beranken.

Zumindest sieht es wohnlicher aus.

2017 kam dann Bewegung in den Garten. Das Haus wurde von außen saniert. Deshalb mussten wir damit beginnen, die Bereiche direkt um das Haus herum zu leeren. Alle Wege, Anbauten und Pflanzen, die in einem bestimmten Radius, um das Haus herum waren, wurden entfernt. Den Senkgarten haben wir zu dieser Zeit in Eigenregie, von allem befreit, um den ersten Gartenteil angehen zu können.

2017 wurde die Außenfassade des Hauses renoviert.

Die Pflanzen, die zu dieser Zeit aus dem Senkgarten und rund ums Haus entnommen wurden, wurden an zwei Stellen provisorisch gepflanzt: die Stauden, die es eher sonnig mögen, bekamen ein Plätzchen im Vorgarten und die Stauden, die es schattig lieben, bekamen am Ende des Double Borders ein neues zu Hause. Dafür wurde am Zaun entlang ein neues Beet angelegt.

Der Gartenumbau beginnt.

In diesem Umbau-Zustand blieb der Garten zwei Jahre. Nur der Vorgarten war zu dieser Zeit herzeigbar. Mir blutete fast jeden Tag das Herz, da der Garten nur noch wenige schöne Fleckchen bereithielt. Diese versuchte ich zu hegen und pflegen, damit es wenigsten partiell etwas nett aussah. Zu dieser Zeit fand man mich hauptsächlich im Vorgarten oder beim herausbrechen der alten Gartenstruktur im Senkgarten. Ich wurde zum Meister des Bohrhammers…

Jetzt sieht es erst einmal grausig aus.

Im September 2019 war es dann soweit. Endlich rückte der Gartenbauer mit seinen Geräten an. Irgendwann hatten wir gemerkt, dass die Umstrukturierung des Gartens so immens werden würde, dass wir beschlossen, für die großen Arbeiten einen Profi zu engagieren. Und als wir dann sahen, dass Tonnen an Erde hinaus und hinein bewegt worden sind, war uns klar, dass wir das nie allein geschafft hätten.

Stück für Stück entsteht Neues.

Im ersten Moment wird es einem ganz mulmig, wenn ein Bagger mit hoher Geschwindigkeit durch den Garten prescht und tiefe Wunden in den Boden reißt. Man kann sich gar nicht vorstellen, dass das einmal wieder gut werden soll. All das schöne Grün ist auf einmal weg und nichts ist mehr, wo es vorher war.

Schneller geht es mit Bagger.

Unsere Stauden waren von mir vorher in mühevoller Kleinarbeit ausgegraben und in Plastikwannen gesteckt worden. Da es im Garten keine Möglichkeit zur Lagerung gab, haben wir sie in die Garage gestellt und gehofft, dass sie das überleben würden. Es sind tatsächlich weniger als zehn Prozent unserer Stauden kaputt gegangen. So konnten wir recht schnell nach der Neustrukturierung alle Pflanzen wieder einsetzen.

Alte Stauden frisch gepflanzt. Herbst 2019.

Im Double Border sind viele dieser Stauden gepflanzt worden. Deshalb war es dort im ersten Jahr schon sehr üppig. Damit die neu gepflanzten Stauden nicht untergehen, habe ich mehrere von einer Sorte in einem Verbund gepflanzt. So ist gar nicht mehr aufgefallen, dass auch neue Stauden integriert wurden. Die „Borderexplosion“ war perfekt, wie man auf den folgenden Bildern gut sehen kann.

Schon im Juni war es üppig.

Im ersten Jahr war bereits klar, dass die Kombination der Pflanzen sehr gelungen ist. Es gab nur wenige Rückschläge: Der Sonnenhut „Sunrise“ wollte nach dem Winter nicht mehr kommen und ich habe ihn im Frühjahr teilweise nachgesetzt. Die Fackellilie „Ice Queen“ wollte gar nicht richtig wachsen und ist an zwei Stellen eingegangen. Jetzt habe ich noch vier Stück im Beet, die zwar wachsen, aber noch nicht geblüht haben. Ich hoffe, dass sie sich jetzt wohler fühlen und mir schöne Blüten schenken.

Im Sommer gab es ein Blütenmeer.

Für das nächste Jahr habe ich noch Blumenzwiebeln hinzu gefügt. Im April werden cremefarbene Narzissen blühen und die Krokusse wurden mit weiteren Zwiebeln, die ich in Gruppen gepflanzt habe, ergänzt. Im nächsten Jahr habe ich vor, noch ein mittelgroßes Gras zwischen die Stauden zu pflanzen, damit es im Herbst noch etwas strukturierter in den Beeten aussieht. Ich weiß noch nicht welches sich eignet. Wer Ideen hat, darf diese gerne in den Kommentaren posten.

Eine schöne Zeit wünscht Dir,

Dein Sven.

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