Ein Gefühl von Garten

Ein laues Lüftchen.

Im Garten zu entspannen fällt mir oft nicht leicht. Kaum habe ich mich gemütlich in meinen Liegestuhl gesetzt, geht es auch schon los. Meine Augen wandern durch den Garten.

Ich sehe mir zufrieden an, was gerade blüht. Sehe Neues. Sehe Schönes. Kann mich an der Harmonie meiner Farbauswahl erfreuen. Spüre den Wind und sehe, wie sich die Pflanzen in ihm wiegen. Das alles lässt mich in eine tiefe innere Entspannung fallen, bis…

Ja, bis ich sehe, das dort wieder etwas verblüht ist, dass noch abgeschnitten werden muss. In einer anderen Ecke wächst etwas, das da nicht sein sollte und womöglich meine Pflänzchen überwuchern könnte. Ich merke, dass eine Staude zu weit links gepflanzt ist und weiter vorne im Beet eine Schönheit noch etwas durstig ist. Die Hacke habe ich auf dem Weg dort hinten vergessen und die Töpfe sollte ich auch besser wieder in den Keller räumen…

Immer griffbereit: Meine Toolbox.

Meine perfektionistische Ader habe ich mit der Zeit schon viel besser in den Griff bekommen und ich bin viel gelassener geworden. Aber hin und wieder falle ich in alte Muster zurück und die wohlverdiente Ruhepause ist dahin. Dann bin ich die Geisel meines Gartens.

Deshalb habe ich mir angewöhnt, mich in solchen Situationen anderweitig zu entspannen. Natürlich im Garten und natürlich auf meinem Liegestuhl. Aber mit etwas Ablenkung.

Ich liebe es mich, mit sanfter Musik über meine Kopfhörer, in den Liegestuhl zu setzen, die Augen zu schließen und andere Sinne zu aktivieren, um mich zu entspannen. Es tut gut, wenn der Wind meine Haut umschmeichelt. Das ist wie ein sanftes Streicheln und bringt mich schnell in eine innere Entspannung. Durch sanfte Musik wird diese noch vertieft. Geräusche aus den anderen Gärten und der Straße treten so in den Hintergrund.

Mein Lieblingsplatz im Garten.

Ich merke dann, wie meine Muskeln erschlaffen und entspannen, mein Herzschlag langsamer und mein Atem ruhig und gleichmäßig wird. Durch meine geschlossenen Augenlieder kann ich noch etwas die Helligkeit der Sonne wahrnehmen. In meinem Bauch breitet sich ein wohliges Gefühl aus. Manchmal schlafe ich sogar ein.

Diese Art von Entspannung schaffe ich nur an einem warmen Sommertag in meinem Garten, wenn mich ein zartes Lüftchen umschmeichelt. Im Paradies könnte es nicht schöner sein.

Gute Entspannung,

Dein Sven

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