Mit Schaufel und Harke,  Tipps & Tricks

Pikieren

Viele haben schon fleißig Gemüse und Sommerblumen eingesät. Sie stehen auf der Fensterbank, im Gewächshaus oder in einem Anzuchthäuschen. Mit der Zeit drängen sie sich meist dicht in der Anzuchtschale und bekommen immer weniger Licht und Platz, um ihre Wurzeln entwickeln zu können. Sind nach den Keimblättern die ersten richtigen Blätter gebildet, wird es Zeit die Pflanzen zu vereinzeln. Sonst drohen sie zu verkümmern.

Alles steht zum Pikieren bereit. Dann kann es los gehen.

Die Vorbereitung

Für das Vereinzeln (Pikieren), ist es wichtig, alles möglichst gut vorzubereiten, damit die Jungpflanzen nicht zu sehr unter Stress des Umpflanzens leiden. Man braucht Töpfe, gute Blumenerde, einen Pflanzstab und natürlich die Anzuchtschale mit den kleinen Pflänzchen. Bevor ich die Pflanzen bearbeite, fülle ich meine Töpfe mit Erde. Am leichtesten geht es, wenn man die Töpfe nebeneinander in eine Kiste stellt. Dann kann man eine größere Menge Erde quer über alle hinweg streuen und muss nicht jeden einzeln befüllen.

So werden die Töpfe problemlos und schnell gefüllt.

Der Vereinzelungsprozess

Ist man gut vorbereitet, braucht es den Pikierstab und etwas Fingerspitzengefühl. Wer keinen Pikiestab hat, kann dafür auch etwas anderes länglich Abgerundetes als Hilfsmittel nutzen. Dann nimmt man ein Blatt des Pflänzchens zwischen Zeigefinger und Daumen und lockert die Erde darunter mit dem Pikierstab so auf, dass es sich leicht aus der Erde ziehen lässt. Es ist immer besser, wenn man die Pflänzchen an den Blättern greift, als am Stiel. Wenn ein Blatt abbricht ist das nicht schlimm, da noch weitere Blätter gebildet werden. Bricht der Stil, ist die Pflanze in den meisten Fällen verloren.

Beim Pikieren ist Fingerspitzengefühl angesagt.

Mit Hilfe des Pikierstabs wird dann im neuen Töpfchen ein ausreichend großes Loch in die Erde gemacht. Es muss groß genug sein, dass die Pflanze ihr neu gebildetes Wurzelwerk darin problemlos unterbringen kann. Dann wird das Loch um die Pflanze herum geschlossen. Dies ist möglich durch Rütteln des Topfes oder leichtes Andrücken der Erde an die Pflanze. Es sollte jedoch sehr vorsichtig gemacht werden, damit die Wurzeln nicht noch mehr Schaden nehmen.

Mit dem Pikierstab lassen sich die Wurzeln besser in die Erde führen.

Hilfreich ist es, wenn mit dem Pflanzstab das Wurzelwerk vorsichtig in das Loch geführt wird. Dann sind die Wurzeln auch schön im Substrat verankert. Am Ende muss noch gut gegossen werden. Zum einen, dass die Pflanzen wieder mit Wasser versorgt sind, zum anderen dass die Wurzeln Bodenschluss bekommen und wieder mit Nährstoffen versorgt werden können.

Geschafft! Jetzt muss nur noch gut gegossen werden.

Damit das Pikieren gut gelingt, habe ich noch folgende Tipps für Dich:

  • Am Tag vor dem Pikieren sollten die Pflanzen gut gewässert werden und ihre erste leichte Düngung erhalten. So gestärkt schaffen die Pflanzen es besser durch den Vereinzelungsprozess.
  • Die neue Erde sollte eine humose, leicht gedüngte Erde sein.
  • Nach dem Pikieren vorsichtig in die Erde gießen und nicht auf die Pflanzen.
  • Nach dem Pikieren die Pflanzen nicht in die Sonne stellen.
  • Nur gesunde und kräftige Pflanzen pikieren.

Jetzt kann nichts mehr schief gehen. Das Gemüse und die Sommerblumen werden sicherlich gut wachsen und den Garten im Sommer bereichern. Wenn Du wissen möchtest, was ich alles aussäe und was ich schon pikiert habe, darfst Du auch gerne meinen Artikel „Jetzt geht’s los!“ besuchen.

Viel Erfolg wünscht Dir,

Dein Sven.

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