Jahreszeiten,  Unser Garten

Rückblick auf das Gartenjahr 2021

Jedes Gartenjahr ist anders. Mal ist es zu heiß, mal zu kalt, mal zu trocken, mal zu feucht. Dann tauchen neue Schädlinge auf und wieder funktioniert etwas im Garten nicht. Dieses Jahr war es eindeutig zu feucht und begünstigte damit das exponentielle Wachstum von Nacktschnecken. Einige Pflanzen haben das nicht überlebt. Aber dazu gleich mehr. Der Rückblick auf das Jahr 2021 beginnt chronologisch und im Januar war von Schnecken noch nichts zu sehen.

Januar

Der Garten ist gezuckert.

Das Jahr begann mit Schnee. Immer wieder hat es geschneit und damit den Garten in eine wunderschöne Winterlandschaft verwandelt. Ich habe sogar einen kleinen Film drehen können, der die Pracht in bewegten Bildern zeigt. Zumindest gefühlt war der letzte Winter sehr schneereich und ich hatte deshalb nicht viel im Garten zu tun. Alles war unter der weißen Pracht gut geschützt.

Weihnachten hat nun ausgedient.

Im Januar blieb mir deshalb nur, an einem milden und trockenen Tag die Weihnachtsdekoration einzusammeln und wieder einzulagern. Bis man alle Lichterketten, Sterne und sonstige Deko eingesammelt hat, braucht es schon etwas Zeit und man ist endlich wieder in der frischen Luft. Ende Januar war es dann für mich unerträglich nicht in den Garten zu können, so dass ich auf der Fensterbank begonnen habe Wicken vorzuziehen.

Erste Anzuchtversuche im Januar.

Das funktioniert allerdings nur, wenn man ein vor Frost geschütztes Gewächshaus hat, denn wenn man schon so früh beginnt Wicken heranzuziehen, muss man sie nach Ausbildung der ersten Blätter ins Gewächshaus stellen, sonst vergeilen sie. Ohne ausreichend Licht werden die Triebe gelblich und lang und bilden erst einmal keine Blätter aus. Zu dieser Jahreszeit ist das Licht am Südfenster einfach noch nicht ausreichend.

So macht man sich Frühling im Januar.

Und weil ich Ende Januar absolut keine Lust mehr auf Winter hatte, habe ich in der Café-Laube etwas dekoriert und mit Hyazinthen Kokodamas gemacht. Sie sollten mit ihren Blüten als eine Art Mobile vom Dach der Laube baumeln. Leider wurde es noch einmal so kalt, dass die Hyazinthen erfroren sind und meine Tellerhortensien im Senkgarten ihre Blütenansätze verloren haben.

Februar

Mit dem Farbkreis kann man hervorragend Beete planen.

Im Februar habe ich begonnen eine kleine Reihe zur Gartengestaltung zu schreiben, die auf dem Blog der Gartencommunity „Wir sind Garten“ (Facebook) erschienen ist. Ich habe mit der Farbauswahl des Beetes begonnen und etwas über die richtige Pflanze für den jeweiligen Boden geschrieben. Auch die Struktur der Bepflanzung war ein Thema. Weitere Artikel werden noch folgen.

Der Februar war düster und bescherte noch einmal Schnee. So blieb mir nichts anderes übrig, als in Internetshops zum Thema Garten und Pflanzen zu stöbern. Und natürlich bin ich fündig geworden. Neben einer Pflanzenbestellung (Dahlien, Stauden, Samen zu einjährigen) habe ich mir endlich einen Rhabarbertopf gegönnt. Den wollte ich schon lange haben. Dabei bin ich auch auf eine Art Pflanzenstütze gestoßen, die sich „Hurdle“ nennt und direkt von „Great Dixter“ kommt. Ich habe mir zwei für den weißen Garten gekauft und sie dieses Jahr erfolgreich als Hortensienstütze genutzt.

Auch im Februar schneite es.

März

Anfang März wurden die Beete, vor dem Neuaustrieb der Stauden, von den Staudenskeletten befreit. Damit darin überwinternde Insekten in Ruhe ausziehen können, habe ich sie gesammelt und neben dem Kompost liegen lassen. Erst nach zwei Wochen kamen sie in die Kompostieranlage. Im nächsten Jahr möchte ich mir einen Häcksler zulegen, damit alles im Garten verbleiben kann. Somit wird es mehr horizontale Kompostierung geben.

Langsam beginnt alles zu treiben.

Anfang März gab es dann ein Ereignis, dass mich völlig überrascht hatte. Ich habe beim Gartenbuchpreis den ersten Platz in der Kategorie „Garten-Blog“ gemacht. Ich war außer mir. Erst hatte ich gar nicht kapiert, was los war, bis mir Sandra Jägers vom Gartenblog „Grüne Liebe“ gratulierte. Ich war so aufgeregt, dass es erst einmal eine gute Stunde brauchte, bis ich mich beruhigt hatte. Natürlich erschienen einige Zeitungsartikel zu diesem freudigen Ereignis. Bereits vorher waren in der Lokalpresse Zeitungsartikel zum Blog erschien. Das Wochenblatt, der Südfinder und die Schwäbische Zeitung berichteten vom neu entstandenen Blog.

Viele Zeitungsartikel entstanden im Frühjahr.

Natürlich ist der März auch der Monat, an dem ich die meisten Sommerblumen und Gemüse auf der Fensterbank heran gezogen habe. Tomaten, Paprika, Chilli, Schmuckkörbchen, Zinnien, Wicken und vieles mehr wanderte von Fensterbank zu Fensterbank und manches auch schon ins frostsichere Gewächshaus. Leider sind wieder viele Zinnien der Umfallkrankheit anheim gefallen, was aufgrund einer zu hohen Feuchtigkeit bei der Anzucht gerne mal passiert.

Da tut sich was: Sommerblumen.

Ende März erlebte ich im Senkgarten mein „Blaues Wunder“. Die Farbe der Frühlingsblüher ist in dieser Zeit vornehmlich blau. Damit entsteht ein harmonisches Gesamtbild im Beet. Ich bin mit dem Austreiben des Grüns und der ersten Blüten unheimlich glücklich. Jede Blüte, jedes Blättchen, das sich neu aus dem Boden schiebt, wird von mir bestaunt, als wäre es eines der Weltwunder. Für mich ist es das auch. Ein Kreislauf, den der Mensch noch nicht zerstört hat, aber merklich in Gefahr ist.

Wieder draußen Kaffee trinken.

Die erste Möglichkeit im Garten zu dekorieren, ist das Osterfest. Das Frühjahr bringt eine Flut an gelben Zwiebelblühern. In dieser Zeit tänzelt diese Farbe durch einige Gartenräume, auch wenn sie nicht überall erwünscht ist. Im Gefühlsüberschwang der ersten Blüten ist es mir erst einmal egal. Hauptsache es blüht! Etwas später im Frühjahr werde ich schon strenger. Auf der Ostertafel ist Gelb und Weiss in Kombination mit Grau geplant gewesen. Dazu habe ich mir Betonhasen gegönnt, die an so mancher Stelle im Garten ihr Unwesen treiben. Wie gut, dass sie das saftige, frische Grün verschmähen.

Im Kräuter- und Gemüsegarten hat sich etwas verändert.

Im Kräuter- und Gemüsegarten gab es im März auch noch eine Veränderung. Damit unsere Hunde Karla und Austin die Kräuter- und Gemüsebeete nicht als Toilette benutzen, habe ich kleine Weidenzäune vor den Beeten platziert. Dabei ist direkt vor der Garage ein langes schmales Beet entstanden, in dem bereits Salate und Kräuter gewachsen sind. Ich wollte diesen Gartenraum noch mehr beleben und habe deshalb einheimische Pflanzen integriert. Sie sollen Insekten – genauer gesagt Nützliche – anlocken, die das Gemüse schützen. Und sie sollen Lebensraum und Futterpflanzen für Schmetterlinge sein. Allerdings ist der Boden nicht gut geeignet für diese Art von Pflanzen und es wird spannend, ob sie das nächste Jahr wieder aufgehen werden. In diesem Jahr sind sie wunderbar gewachsen und haben bereits geblüht. Allerdings waren die Schnecken bei der einen oder anderen Wildpflanze etwas schneller und haben sie im Handumdrehen eliminiert.

April

Jetzt wird es im Gewächshaus zu voll.

Im April war das Gewächshaus noch voll mit mediterranen Überwinterungsgästen, neuen Stauden und den Sämlingen und Jungpflanzen der Fensteraussaat. Es musste Platz geschaffen und das Gewächshaus gereinigt werden. Viel Licht muss in das kleine Glashaus, damit alles gut wachsen kann. Fensterputzen war angesagt. Die Temperaturen ließen es zu, dass die meisten der mediterranen Pflanzen nach draußen konnten. Temperaturen, die kurzfristig auf -10 Grad fallen, können viele davon aushalten. Auch die neuen Stauden und Zweijährigen konnten in die Beete integriert werden. Im Weissen Garten wurde Fingerhut und Eryngium ausgepflanzt und im Senkgarten musste noch Phlox und Storchschnabel ergänzt werden. Die Jungpflanzen der Sommerblumen und vom Gemüse blieben erst einmal im Gewächshaus.

Von Pilzen befallene Neuaustriebe.

Unsere Dachplatanen im Senkgarten machten mir dieses Jahr große Sorgen. Einige der Neuaustriebe ließen die Blätter hängen, die anschließen seltsam graubraun wurden. Ein Pilz der den Austrieb befällt, hatte sich ausgebreitet. Der viele Regen hatte den eher mediterranen Bäumen sehr zugesetzt. Ich bekam Angst, dass sie ganz eingehen könnten. In der Baumschule, aus der wir unsere Bäume bezogen hatten, ließ ich mich beraten. Der Tipp war, die befallenen Blätter abzuschneiden und teilweise die kleinen Äste einzukürzen. So kann sich der Pilz nicht weiter verbreiten. Vorsichtshalber habe ich ein Spritzmittel mitgenommen, dass ich nur einsetzen wollte, wenn sich der Pilz weiter ausbreitet. Schließlich möchte ich meine Bäume vor all zu großem Schaden bewahren. Ich bin froh, dass ich das Mittel nicht einsetzen musste, der Tipp der Baumschule reichte völlig aus. Bisher konnte ich auf Chemie verzichten, was mir ein Anliegen ist.

Ich liebe Blumentreppen.

Nachdem es letztes Jahr im Schattengarten bereits eine Blumentreppe für meine Mini-Hostas gab, ist auf dem Sonnendeck eine weitere Blumentreppe eingezogen. Das Sonnendeck wird noch immer stark vernachlässigt, da es noch keine Treppe hinauf und kein Geländer zur Garageneinfahrt hat. Trotzdem durften schon ein paar Pflänzchen einziehen. Mit der Blumentreppe gab es zudem noch etwas mehr Wohngefühl. Im Senkgarten gab es eine neue Wasserstelle in Form eines halben Weinfasses. Die Zinkwanne, die das Jahr vorher hier stand, ist wieder in den Weissen Garten gezogen und hat dort ebenfalls als Miniteich den Garten bereichert.

Ein halbes Weinfass als Miniteich.
Gelungen: das Projekt Topfgarten.

Die Idee, Tulpen in Töpfe zu pflanzen, so dass sie variabel als frühlingshafte Gartenverschönerung eingesetzt werden können, ist voll aufgegangen. Die Sorte „Super Parrot“ hat sich dabei als äußerst geeignet erwiesen. Allerdings scheint es sehr auf die Sorte und die Qualität anzukommen, die darüber entscheiden, ob der Topf im Frühjahr in voller Blüte steht, oder nicht. Eine unbekannte Tulpe von einem Gartenmarkt hatte leider nur wenig ausgeschlagen. Auch die Zwiebelblüher im Garten haben meine Erwartungen weit übertroffen. Es gab ein schönes Blütenmeer von Februar bis Juni.

Tulpenmeer im Senkgarten.

Die Pfingstrosen waren dieses Jahr schon richtig eingewachsen. Ich liebe Pfingstrosen. Vor allem die gefüllten, romantischen Sorten. Sie sind zwar nicht Insektenfreundlich, aber ich habe das ganze Jahr so viel ungefüllte Blüten im Garten, dass es sicherlich nicht ins Gewicht fällt, wenn ich hier ein bisschen schwach werde. Vielleicht sind sie das nächste Jahr schon so zahlreich mit Blüten bestückt, dass ich mir ein paar für die Vase abschneiden kann.

Die Pfingstrosen im Senkgarten haben den besten Duft.

Juni

Der weinrote Mohn als Kontrast.

Nachdem ich das Jahr zuvor meinen ausgesäten Mohn versehentlich gejätet hatte. War ich dieses Jahr etwas aufmerksamer. Und ich wurde dafür im Juni belohnt. Der weinrote, fransige Mohn machte sich sehr gut im Rosengarten und bildete einen schönen Kontrast zur weiss und pastellfarbenen Bepflanzung. Da ich den Samen aus der einzigen Blüte des letzten Jahres gewonnen habe, ist es nicht mehr ganz die Sorte „Black Swan“, sondern eine Kreuzung mit einem anderen Mohn. Trotzdem ist er unglaublich schön.

Üppige Bepflanzung im Rosengarten.

Auch die Rosen haben sich gut entwickelt. Das zweite Jahr steht ihnen gut und sie haben deutlich an Höhe und Umfang zugenommen. Leider sind sie durch das nasskalte Wetter in diesem Jahr erst später aufgegangen und haben auch so manche Blüte eingebüßt. Kein ideales Rosenwetter! Trotzdem hatte ich noch Glück. In vielen Gebieten Deutschlands gab es heftige Hagelstürme, die alles niedergemetzelt haben und die Überschwemmungen im Ahrtal brauche ich erst gar nicht zu erwähnen. Ich bin unendlich dankbar, dass ich von all dem verschont geblieben bin.

Ein harmonischer Stadtgarten.

In einer Woche der Hitze mit über 30 Grad, durfte ich einen wunderbaren Garten besuchen. Der Garten der Familie Bergles ist ein Kleinod, der mich so begeisterte, dass ich meinen Garten am liebsten noch einmal neu gestaltet hätte. Zwei Mal bin ich dort gewesen und habe mit meiner Kamera festgehalten, was der Garten hergab. Dabei habe ich viele Ideen mitgenommen, die ich auch im eigenen Garten umsetzen möchte. Der Artikel dazu ist letzte Woche erschienen und bereits ein voller Erfolg. Scheinbar teilen viele meiner Besucher die Begeisterung für dieses grüne Stück Erde.

Erst im Herbst fingen sie an zu blühen.

Für mich am schlimmsten war die Schneckenplage dieses Jahres. Nachdem es seit dem Gartenumbau kaum Schnecken im Garten gab, haben sich die Tiere in diesem Jahr explosionsartig vermehrt. Die vielen Regentage dieses Jahres haben den Schnecken optimale Bedingungen beschert. So sind ihnen fast alle Gemüsepflanzen im Freien zum Opfer gefallen. Salate, Zucchini, Kürbisse sind im gar nicht möglich gewesen. Alle wurden vertilgt und es war nur noch leere, braune Erde zu sehen. Auch die Dahlien hatten kaum eine Chance zu wachsen.

Die Dahlien im Double Border kamen nicht zur Blüte. In den Töpfen schafften sie es erst gegen Ende August und im Rosen- und Schattengarten blühten sie um zwei drittel reduziert auch erst spät. Dahlien, die überlebten, bekamen teilweise durch die Fraßstellen Bakterienkrebs, der sich durch die Wunden prima in den Pflanzen ausbreiten konnte. So musste ich von den Überlebenden noch einmal ein Drittel entsorgen. Auch die Zinnien schafften es nicht. Erst durch die Umfallkrankheit dezimiert, wurde der Rest von den Schnecken gefressen. Nur eine Pflanze im Topf hatte es geschafft eine Blüte zu bilden.

Die einzige Zinnien-Blüte.

Juli

Das Dach der Café-Laube wird endlich grün.

In der Café-Laube haben die Clematis endlich das Dach erobert. Das verspricht Schatten im nächsten Jahr. Auch die Ramblerrose „Seagul“ hat sich trotz Schatten ganz nach oben gekämpft und einen Sonnenplatz auf dem Dach ergattert. Ich hoffe, dass sie es nächstes Jahr schafft, weitere Triebe nach oben zu schicken. Ich träume von einem Wolkenmeer unzähliger kleinen weissen Rosenblüten, unter dem es sich wunderbar geschützt Kaffee trinken lässt.

Mediterranes auf der Terrasse.

Auf die Terrasse ist wieder ein Oleander gezogen. Im Baumarkt gab es ein schön buschiges Exemplar mit vielen Knospen. Ich konnte einfach nicht widerstehen. Die Knospen gingen recht schnell auf, blieben dann aber bei dem nasskalten Wetter stocken. Sie bildeten sich kaum noch aus. Ich habe sie erst diese Woche im Winterquartier abgeschnitten. Für das nächste Jahr müssen neue gebildet werden.

Wegen Corona konnte in der Staudengärtnerei Gaißmayer kein größerer Event stattfinden. Deshalb gab es öfter an den Wochenenden kleine Gartenflohmärkte. Natürlich musste ich an einem der Flohmärkte vorbei schauen und wurde fündig. Für unseren Staketenzaun gab es Schöpfkellen, in die Hauswurtzen gepflanzt wurden. Seit dem Sommer hängen sie nun dort und bilden einen kleinen Hingucker für die vorbei gehenden Spaziergänger. Und es gab ein kleines Holzwägelchen, auf dem Stauden präsentiert wurden. Bis vor kurzem stand es im Schattengarten und ist nun ins Winterquartier gezogen.

Blick in die Gartenschau in Überlingen.

An meinem Geburtstag habe ich mir frei genommen und bin an den Bodensee gefahren. Mein Ziel war die Landesgartenschau in Überlingen. Ich habe mir alles genau angeschaut und den Tag sehr genossen. Natürlich gab es viel zu fotografieren, so dass bereits zwei Artikel zur Gartenschau erschienen sind. Weitere werden folgen. Das Material ist so umfangreich, dass noch viele Themen der Gartenschau darauf warten präsentiert zu werden. Wer ebenfalls dort war, wird wissen, was ich meine.

August

Das Double Border im Sommer.

Das Double Border entwickelte sich dieses Jahr fast zu einem Dschungel. Die meisten Pflanzen liebten die Feuchtigkeit in diesem von der Sonne verwöhnten Gartenbereich. Allerdings waren es nicht alle. Mein Wehrmut bekam einen Pilz und musste im August komplett herunter geschnitten werden. Er hat sich nicht mehr erholt, kommt aber vermutlich im nächsten Jahr wieder. Wie bereits erwähnt waren Dahlien, Zinnien und Schmuckkörbchen in diesem Gartenraum durch Schnecken völlig zerstört. So war es im hinteren Teil des Beetes sehr üppig, nach vorne hin jedoch kahl. So war das nicht geplant.

Die Iris wurden neu gesetzt.

Die Sonnenhüte im Double Border wollten auch nicht recht wachsen, so dass ich im Herbst noch einmal nachgepflanzt habe. Auch die Iris, die nicht sehr blühwillig waren, wurden noch einmal geteilt und die Rhizome nach oben hin freigelegt. Ich hoffe, dass sie das nächste Jahr blühen werden. Leider ist diese Stelle an der das Double Border den weissen Garten trifft nicht sehr sonnenreich. Vielleicht muss ich die Iris hier mit einer anderen Staude ersetzen.

Besonders gefreut hat mich die Vielzahl an Insekten, die unseren Garten nun bereichern. Sandbienen, verschiedene Wildbienen, Schmetterlinge, Falter, Käfer, Mücken und Hummeln in allen Variationen und Formen sind nun fester Bestandteil unseres Gartens. Es ist schön, wenn man sieht, dass man es richtig macht und immer mehr Lebensraum für die Insektenwelt entsteht. Hier werde ich am Ball bleiben und weiter berichten. Vielleicht schaffe ich es auch die Insekten zu bestimmen und zu dokumentieren.

Der Topfgarten im Frühsommer.

Der Topfgarten im sonnigen Teil des Senkgartens war dieses Jahr grandios. Es blühte vom Frühjahr bis in den Winter hinein. Auch das fanden die Insekten großartig und belebten mit ihrem Summen und Brummen diesen Terrassenbereich. Sehr gut hat mir auch der Topfgarten im Entré gefallen, der dieses Jahr ebenfalls grandios aussah. Das Projekt Topfgarten ist gelungen und kam zu einem guten Abschluss. Im nächsten Jahr gibt es an dieser Stelle ein anderes Projekt. Es sind hierzu schon einige Zutaten bei uns angekommen.

Der Topfgarten im Spätsommer.

Nachdem die Sterndolden ihren ersten Blütenflor hinter sich hatten, habe ich das gemacht, was ich jedes Jahr mit ihnen mache. Ich schneide sie bodennah ab. Das hat zur Folge, dass die Sterdolden ein zweites Mal blühen. Leider ist dieser Gartentipp dieses Jahr nicht ganz aufgegangen. Es blieb zu nass und zu kühl, so dass sie zwar spärlich ausgetrieben, aber so gut wie gar nicht mehr geblüht haben. Ich hoffe, dass meine Leserinnen und Leser mehr Erfolg mit dieser Methode hatten. Es hat sich zumindest niemand beschwert und so hoffe ich, dass es anderswo noch reichlich blühte.

Endlich wieder draußen genießen.

An den wenigen Sonnentagen konnte man es sich in den Außenbereichen der Cafés und Gaststätten gemütlich machen. Auch ich habe es genutzt und bin dieses Jahr des öfteren bei Jette „Im Zimmer“ gewesen. Dort gibt es nicht nur ein Zimmer, in dem sich das Café befindet, sondern auch ein wunderschöner Garten. Im Rasen unter bunten Sonnenschirmen lässt sich der Urlaub auch wunderbar zu Hause genießen und das war aus meiner Sicht auch einen Artikel wert.

Urlaub im Grünen.

Natürlich gab es auch Urlaub außerhalb von Balkonien. Wir haben eine Woche im bayrischen Aschau genossen und dort quasi mitten im Garten gelebt. Ein Tiny-House mit allem was man braucht, steht dort im Garten des Gästehaus „Berge“. Traumhaft gelegen und nicht weit entfernt vom Chiemsee lässt es sich dort gut entspannen. Das fanden auch unsere Vierbeiner Karla und Austin, die gerne im Garten getobt und entspannt haben. Auch hierzu musste ich einen Artikel schreiben.

Langsam beginnen die Obstbäume zu tragen.

Die Ernte war dieses Jahr fast schon miserabel. Nur die Gurken bescherten uns viele leckere Mahlzeiten. Alles andere brachte zwar die eine oder andere Frucht, jedoch minimalst. Selbst die Tomaten im Gewächshaus holten sich die Braunfäule und mussten zum Großteil entsorgt werden. Aufgrund der selten zu sehenden Sonne war auch der Fruchtansatz erst zum Ende des Jahres bereit für eine größere Ernte. Zum Reifen war es jedoch zu spät. Es war zum Verzweifeln. Deshalb war es umso schöner, dass wir im Herbst ein paar Birnen hatten. So langsam fangen die Obstbäume an zu tragen.

Auch die Begonien wollten dieses Jahr nicht so recht anwachsen und schafften es erst zum Herbst hin zu blühen. Die Sorte „Apple Blossom“ sollte eigentlich im Sommer die Schattenbereiche verschönern, aber da war weit und breit noch keine Blüte zu sehen. Auch der Austrieb ließ sich Zeit, so dass ich dachte, sie wären kaputt gegangen. Dabei fehlte nur Licht und Wärme.

Die Begonie „Apple Blossom“

Der Schattengarten machte mir dafür umso mehr Freude. Dieses Jahr ist endlich der Bärenklau zur Blüte gekommen und hat hohe Rispen gebildet, die selbst jetzt noch Schmuckwirkung haben. Das Zusammenspiel von Ballhortensie, Taglilie und Bärenklau finde ich grandios. Die elegante Bepflanzung in Weiss- und Pastelltönen macht diesen Vorgartenbereich zu etwas Besonderem. Jetzt müssen nur noch Frühjahrsblüher in Form von Blumenzwiebeln hinzugefügt werden, was im Herbst auch passiert ist.

Pflanzung im Schattengarten.

Viel Aufmerksamkeit haben dieses Jahr die Eselsdisteln auf sich gezogen. Immer wieder standen Spaziergänger am Zaun und haben eifrig fotografiert. Sie waren fast drei Meter hoch und das silbrige Laub schmückte den Zaun. Sie sind eine absolute Bienenweide und schützen den Garten vor Eindringlingen. An ihnen kommt man nicht vorbei. Sie halten Dich fest und stechen zu. Trotzdem waren sie Ende August nicht mehr schön anzusehen und mussten weichen. Natürlich habe ich mir Samen aufgehoben. Trotzdem überlege ich mir für das nächste Jahr etwas anderes an diesem Ort.

September

Im September habe ich wieder den Garten in Büttelborn besucht. Jetzt steht die Holzterrasse und der Rasen ist eingewachsen. Viele Stauden sind seit meinem letzten Besuch eingezogen und füllen die Beete. Leider war die Zeit sehr knapp, so dass ich nicht viel fotografieren konnte. Deshalb gibt es hier exklusiv vier Bilder. Im nächsten Jahr werde ich ganz sicher noch einmal vorbei schauen, viel fotografieren und einen Artikel dazu schreiben.

Ein würdiger Rahmen für die Preisverleihung.

Ganz besonders und eine absolut neue Erfahrung war der „Garden & Home Blog Award“ bei dem ich als Newcomer nominiert war. In Mainz auf der Insel Nonnenau gab es einen schönen Workshoptag und eine grandiose Award-Verleihung. Ich habe mich riesig gefreut, dass ich nominiert war. Den Preis als Newcomer habe ich nicht gewonnen. Das Rennen haben die Mädels von „Two Balconies“ gemacht. Ein wirklich schöner Blog. An dieser Stelle möchte ich noch einmal gratulieren.

Beetwunderung im Gartenspaß.

Während ich in Mainz beim Blog-Award war, erschien der erste Artikel über mich in einem Gartenmagazin. In der Oktoberausgabe des „Gartenspaß“ wurden Garten und Blog vorgestellt. Ein schöner Artikel über ganze zwei Seiten. Wer hätte gedacht, dass ich einmal mit dem Burda-Verlag zu tun haben werde. Du findest ihn übrigens unter „Presse“ im Menü und kannst Dir dort einen kleinen Überblick über alle Artikel zu Beetwunderung verschaffen.

Die Farben des Spätsommers.

Etwas Neues habe ich dieses Jahr auch noch probiert: Ich habe einen Kranz geflochten. Grundlage war ein Metallstern, der mit Hortensienblüten bestückt wurde. Das hatte ich bisher noch nie gemacht und war deshalb ganz stolz auf das Ergebnis. Und ich denke, der Kranz kann sich sehen lassen. Er hat die eine oder andere Stelle im Garten verschönert und kam letztlich auf einen Tisch bei mir in der Arbeit. Damit hatte ich mir ein Stück Garten in den Büroalltag geholt.

Entstehung eines Hortensienkranzes.

Oktober

Herbstliche Bepflanzung.

So geschmückt, wurde der Garten immer herbstlicher. Die Farben des frühen Herbstes waren Lila, Rosa und Silber. Mit Dahlien in Vasen, den Hortiensienkränzen und bepflanzten Topfarrangements veränderte der Garten langsam wieder sein Gesicht. Wie bereits schon zum Schneiden der Astrantien, entstand auch zur Topfbepflanzung ein Video. Das ist noch eine seltsame Sache, wenn man sich selbst in bewegten Bildern sieht, aber die Rückmeldungen sind positiv, so dass es sicher noch das eine oder andere Video geben wird. Auch wenn ich wesentlich lieber schreibe…

Im Herbst wurde noch einmal im Double Border gepflanzt. Die Lichtnelken haben dieses Jahr aufgegeben. Sie halten meist ein bis zwei Jahre durch. Dann vergehen sie. Deshalb habe ich die Reste der Lichtnelken entsorgt und wieder neue gepflanzt. Die Sämlinge der Lichtnelken wurden ebenfalls noch an die richtige Stelle gesetzt. Auch die Königskerzen habe ich entsorgt. Nach der Blüte gehen sie in der Regel ein. Neue Pflanzen wurden wieder eingesetzt. Im Schattengarten habe ich noch eine Vielzahl an Silberblatt gesetzt, die dort den Frühling zu einem Erlebnis machen sollen.

Ein Sommernachtstraum.

Der Oktober war für mich fast der schönste Monat. Die Sonne schien häufiger als im Sommer und es gab weniger Regen. Im Garten wurde deshalb die Zeit genutzt und öfter gegrillt. Das obige Bild entstand Ende Oktober, am letzten Abend, an dem man noch problemlos draußen sitzen konnte.

November

Im November waren die ersten Fröste angesagt und die überlebenden Dahlien mussten ins Winterquartier gebracht werden. Sie blühten erst im Herbst so richtig. Deshalb fiel es mir schwer, sie aus dem Boden zu holen. Aber es musste sein. Schließlich wollte ich nicht noch mehr von ihnen verlieren. Doch dann wurde klar: einige der Dahlien hatten Bakterienkrebs und mussten deshalb entsorgt werden. Ich bin am überlegen, ob ich nächstes Jahr wieder ganz neu starte, die alten entsorge und neue besorge. Das muss über den Winter reifen.

Hurra!!! Ein Igel.

Im Herbst habe ich einen Blumenzwiebel-Pflanz-Marathon gestartet. Zumindest fühlte es sich wie ein Marathon an. Über 1500 Zwiebeln mussten in die Erde. Ich habe viele Töpfe mit Tulpen bepflanzt und noch mehr wanderten in die Beete. Ich kann es kaum abwarten, bis alles in die Blüte kommt. Beim Pflanzen der Zwiebeln bin ich einem Igel über den Weg gelaufen. Ich bin überglücklich, dass wir wieder einen Igel im Garten haben. Der letzte wurde vor ein paar Jahren überfahren. Ich hoffe, er fühlt sich wohl und bleibt.

Viel zu tun…

Der späte Herbst bringt Gelb, Orange und Rot in den Garten. Eine Farbkombination, die ich so nicht im Garten habe und auch nicht zu meinen Lieblingskombinationen gehört. Im Herbst muss es allerdings sein. Dann gehört es dazu und ich empfinde die Farben als besonders schön. Wenn man in unseren Schattengarten schaut, wird auch schnell klar warum. Das gelbe Meer an Blättern ist einfach genial!

Herbstliche Stimmung im Schattengarten.

Ich durfte mit den Influenzerinnen von „Berlingarten“, „Syl loves“ und „Hauptstadtgarten“ Videos gegen Schottergärten schaffen und auf Instagram posten. Beauftragt hatte uns „1000 gute Gründe für Blumen“. Wieder etwas Neues für mich! Damit es nicht ganz so trocken ist, habe ich mir ein paar Dummheiten einfallen lassen. Hier ist die Antwort doch wohl klar? Die Gänseblümchenwiese lässt mich doch wesentlich schicker aussehen, oder?

Ganz klar! Gänseblümchenwiese!

Ich dachte schon, dass ich es nicht mehr schaffen werde: In der Vorweihnachtszeit bin ich noch zum Dekoideen sammeln gekommen und habe „Mack Fellbach„, „Gärtnerei Hamp“ und „Dode Floristik und Gärtnereil“ besucht. Dabei sind schöne Bilder und ein Artikel entstanden, die zur Weihnachtszeit einstimmen sollen. Hier noch einmal eine kleine Auswahl, die zeigt wie verschieden kreativ die Firmen das Thema Weihnachten umsetzen. Es lohnt sich also nicht nur eine Weihnachtsausstellung zu besuchen.

Weihnachten mal anders.

Die Gartendeko wurde in den letzten Novembertagen auf Vordermann gebracht und alles wurde schön geschmückt. Dabei musste natürlich das eine oder andere weichen. Die Wimpel in der Café-Laube kamen erst einmal ins Haus und wurden durch Tannenzweige und Lichter ersetzt. Töpfe, Tische und vor allem der Vorgarten wurden weihnachtlich in Szene gesetzt.

Dezember

Weihnachtliche Stimmung auf dem Tisch.

Kurz vor Weihnachten konnte ich einen Workshop von „Floristik Dodel“ besuchen und habe dort ein weihnachtliches Tischgesteck gezaubert. In der Gemeinschaft macht es noch mehr Spaß kreativ zu sein und so sind viele Gestecke entstanden, die ich alle für den Blog abbilden durfte. Dafür noch einmal vielen Dank an die kreativen Teilnehmerinnen des Workshops. An Weihnachten kam das Gesteck auf den Tisch und ist selbst heute an Silvester ansehnlich.

Weihnachten im Garten.

Jetzt geht das Jahr zu Ende und bald wird ausgelost. Am 01. Januar steht der Gewinner des Gartenbuches von Monty Don fest. Ich drücke allen Teilnehmern ganz fest die Daumen, dass sie das Buch gewinnen. Ich bin schon gespannt darauf, wohin ich es schicken darf. Mit diesem Artikel bin ich etwas hinten dran und habe deshalb am letzten Tag des Jahres mehrere Stunden beim Schreiben verbracht. Wie gut, dass mir das Spaß macht.

Verlosung zum Einjährigen.

Jetzt bleibt mir nur noch ein gutes neues Jahr zu wünschen. Ich danke Dir für Deine Begleitung und Dein Interesse. Es erfüllt mich sehr im Austausch mit den vielen lieben Gartenbegeisterten Menschen zu stehen. Deshalb wird der Blog auch nächstes Jahr weiter geführt. Ich stelle fest, Gartenbegeisterte Menschen, sind sehr herzlich und hilfsbereit. Das ist es, was mir im letzten Jahr ganz oft begegnet ist. Vielen Dank dafür.

Liebe Grüße von Deinem Gartenblogger,

Sven.

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Weiterführende Links (Werbung ohne Gegenwert) wurden in den Text integriert.

3 Comments

  • Susanna

    Lieber Sven,
    deinen Jahresrückblick habe ich sehr genossen, vielen Dank für die wundervollen Fotos! In solch einem Artikel wird besonders deutlich, wie wandelbar der Garten ist und wie sich Farben, Strukturen und die Stimmung im Laufe des Jahres verändern.
    Wir haben auch viele Schnecken und ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Dahlien sich gut entwickeln, wenn ich sie in Töpfen vorziehe und nach den Eisheiligen ins Beet pflanze. Dann haben sie etwas Vorsprung vor den Schnecken, es ist genügend Blattmasse vorhanden und sie können sich später im Boden besser breitmachen als im Topf. Und die Astrantien – die werden bei uns von den Schnecken „geschnitten“ …
    Ich wünsche dir alles Gute für das neue Jahr, viel Freude beim Gärtnern und weiter viel Erfolg mit deinem Blog, ich freue mich auf neue Artikel! Liebe Grüße,
    Susanna

  • Renate Zickenheimer

    Lieber Sven, interessant, Deinen Jahresrückblick zu bestaunen. Zwei Parallelen habe ich gefunden, die Schnecken und die Tatsache, dass auch Du den Oktober als besonderen Monat 2021 herausgestellt hast.
    Und Du hast Recht – Gartenmenschen sind immer hilfsbereit – alleine das motiviert mich zum Beispiel, sie auf meinem Blog immer wieder in den Vordergrund zu rücken und bekannt zu machen.
    Liebe Grüße Wurzerl

  • Reinhold Humm

    Hallo Sven ,

    Nachträglich wünsche ich Dir noch ein GUTES NEUES JAHR , hoffentlich mit weniger Schnecken und noch mehr Gartenerfolgen .

    Dein Jahresrückblick ist sehr gut gelungen .

    Einiges davon war in meinem Garten ähnlich , aber da Gärtner ja meistens positiv denken , lasse ich mich nicht entmutigen und versuche immer wieder auch Pflanzen , die aus den verschiedensten Gründen im einen Jahr nicht gedeihen , im nächsten Jahr doch wieder zu kultivieren .

    Und wie bei Dir , kommt immer wieder etwas Neues dazu , was ein neues Arrangieren in den Beeten oder auf den Terrassen fordert . Der Platz ist ja meistens begrenzt , den man zur Verfügung hat .

    V.G. Reinhold

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