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Weisser Garten – Makeover

Der heutige Weisse Garten ist ein Gartenraum, der mitgewachsen ist. Teilweise existierte er schon vor dem großen Gartenumbau im Jahr 2019. Er ist nicht sehr groß, aber ein wichtiges Gartenzimmer, da es vom Haus und der Terrasse aus gesehen wird.

So fing alles an.

Während unseres Einzugs in das Haus war der Weisse Garten nur ein Stück Rasen. Vom Haus aus schaute man direkt auf den Zaun, der das Nachbargrundstück begrenzte. Kein schöner Anblick. Trotzdem konzentrierte ich mich zuerst auf die bestehenden Staudenbeete und den Gemüsegarten. Es war mir wichtig, das Vorhandene aufzuhübschen, bevor Neues entstand.

Lang ist es her, als ich begann den Weissen Garten zu modellieren.

Ein halbes Jahr nach unserem Einzug – im Dezember – begann ich damit eine Buchsbaumbegrenzung anzulegen, die der Terrasse optisch mehr Halt geben und einen harmonischen Zugang zum Rasen schaffen sollte. Das war 2013. So entstand langsam aber sicher ein von Buchsbaumhecken geordneter Gartenbereich.

Ein neuer Sitzplatz entsteht.

Die nächste Umgestaltung erfolgte im März 2014. Ich hatte es satt, auf einen Maschendrahtzaun schauen zu müssen. Also habe ich in einer Hauruck-Aktion an einem Nachmittag einen Teil des heutigen Weissen Gartens vom Rasen befreit und die Erde für eine Anpflanzung aufgearbeitet. Kurz darauf habe ich Beetabtrennungen verlegt und die ersten Pflanzen eingesetzt. Damit ruht der Blick nicht mehr am Zaun, sondern auf dem Gartenraum davor.

Seine Struktur ist sein Markenzeichen.

Die Ballhortensie „Strong Annabelle“ hat den Platz schnell erobert und fühlt sich bis heute darin wohl. Sie hat viel Schatten und bekommt erst am späten Nachmittag etwas Sonne ab. Der Bereich dazwischen wurde mit Kies aufgefüllt – ein Sitzplatz entstand. So entwickelte sich ein Plätzchen von dem man das Haus betrachten konnte. Ich finde es wichtig, dass nicht alle Sitzplätze direkt am Haus sind, sondern auch welche, die den Blick zurück zum Haus führen. Also weiter weg sind. Im Idealfall sind Haus und Garten immer eine Einheit und ergänzen sich.

Alles blühte wunderbar weiss.

In den nächsten sechs Jahren wuchs dieser kleine Sitzplatz zu einem wunderschönen Gartenbereich heran. Zwischen den Ballhortensien fühlt man sich geschützt und unbeobachtet. Einige Stauden gesellten sich mit der Zeit in die Beete vor den Hortensien und komplettierten das Arrangement: Das Kaukasusvergissmeinnicht blüht jedes Frühjahr wunderbar weiss, Der Waldgeisbart bringt neben den Hortensien Höhe ins Beet und die Dreiblattspiere versprüht eine wunderbare Leichtigkeit. Alle sind noch heute an diesem Platz zu finden.

Der Bagger riß tiefe Furchen in den Garten.

2019 war es dann soweit. Unser großer Gartenumbau begann. Vorher haben wir aus allen Beeten die Stauden herausgenommen und in Plastikwannen in der Garage gesammelt. Mir blieb fast das Herz stehen, als der Bagger den Garten anschließend platt machte. Ein Gartenteil wurde jedoch verschont. Die Pflanzung um den kleinen Sitzplatz durfte bleiben. Die Buchseinfassungen haben wir im Jahr davor entsorgt. Der Buchsbaumzünsler hatte uns die Pflanzen kaputt gefressen.

Auch der Sitzplatz wird erneuert.

Zuerst war es nicht geplant diesen Bereich zu Pflastern. Als wir jedoch merkten, dass unser Budget eine einheitliche Pflasterung auch in diesem Gartenbereich zuließ, entschieden wir uns sofort, ihn zu erneuern. Noch einmal musste ich mich sorgen, dass den Ballhortensien nichts passiert. Alles ging gut!

Die neue Struktur sieht klasse aus.

Das erste Frühjahr nach der Renovierung, war ziemlich aufregend. Im Herbst hatte ich fleißig gepflanzt und gehofft, dass alles gut aufgehen würde. Ich wollte diesen Bereich wieder formal gestalten. Da Buchsbaum nicht mehr in Frage kam, habe ich mich für die Böschungsmyrthe entschieden. Ihr Blatt ist buchsähnlich und sie ist sehr wüchsig. Nach einem Jahr formte sie bereits zwei kleine Hecken vor den Hortensien und zwei große, grüne Vierecke um unsere Faulbäume herum.

Dieser Gartenbereich ist wie verwandelt.

Da der Weisse Garten in einen Schattenbereich und einen Sonnenbereich aufgeteilt ist, mussten diese Bereiche unterschiedlich bepflanzt werden. Auf der Sonnenseite stehen hauptsächlich Buschrosen und ein paar wenige sonnenliebende Stauden. Zudem stehen mitten im Beet und damit mitten im Garten zwei Faulbäume, mit ihrem locker, lässigen Wuchs. Auf der anderen Seite gibt es schattenliebende Pflanzen, wie Hortensien. Das Sonnenbeet sah 2020 noch nicht so aus, wie ich es mir vorgestellt habe. Die Rosen müssen erst noch einwachsen und die Stauden werden noch ergänzt. Auch hier soll es üppig blühen.

Aufgehübscht mit Deko.

Dafür wurde bereits eifrig dekoriert. Im Schattenbereich haben unsere Hostas „To go“ ihren Platz gefunden und ein kleines Wasserbassin. Geplant ist noch ein Zinkbrunnen. Vielleicht bekommen wir das bereits für das nächste Jahr hin.

Ich berichte weiter aus dem Weißen Garten und hoffe, dass Dir mein Artikel zum Makeover gefallen hat. Ich freue mich über einen Kommentar. Sei lieb gegrüsst,

Dein Sven.

One Comment

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    kleiner-staudengarten

    Das ist richtig klasse geworden und sieht sehr stimmig und edel aus…ich liebe ja vorher-nachher Bilder und so bin ich gespannt auf deine Fortsetzung. Gut, dass du die Strong Annabelle gewählt hast, meine einfachen Annabelle müssen immer gestützt werden. Aber mit Roststützen gefallen sie mir auch.
    Lieben Gruß und noch schöne Resttage in 2020, Marita

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