Anpflanzen,  Mit Schaufel und Harke,  Tipps & Tricks

Zwieblein, Zwieblein steck dich!

Endlich ist sie da! Meine Blumenzwiebellieferung ist angekommen. Nun muss es nur noch einigermaßen angenehmes Wetter sein und dann kann es losgehen: Die Zwiebeln werden gesetzt!

Ende August habe ich mir schon Gedanken darüber gemacht, wie ich im kommenden Frühjahr meinen Garten mit Frühblühern bestücken möchte.

Zuerst habe ich mir überlegt, an welcher Stelle ich noch weitere Pflanzen ergänzen möchte. Die „Persischen Kaiserkronen“ im Senkgarten waren so schön, dass ich noch welche dazusetzen möchte. Acht Zwiebeln müssten erst einmal reichen, um das Gesamtbild zu vervollständigen. Dann müsste die Wirkung perfekt sein. Die dunkelroten Blüten sehen im Frühjahr einfach fantastisch aus.

Persische Kaiserkronen im Senkgarten.

Im schattigen Bereich des Weißen Gartens gab es Lücken, die noch nicht mit Narzissen bestückt waren. Das soll sich im nächsten Jahr ändern. Ich mag die weissen Sorten „Mount Hood“ und „Thalia“ besonders gerne. Sie wachsen hier bereits und sollen nun ergänzt werden. Jeweils 25 Stück müssten ausreichen, damit im Frühjahr ein vollständig geschlossener weisser Blütenteppich entsteht.

Im sonnigen Bereich des Weißen Gartens hätten noch ein paar großblumige Krokusse mit dem Namen „Jeanne D´Arc“ platz. Diese wachsen bereits im Double Border. Mit der Pflanzung wäre ein fließender Übergang zwischen beiden Räumen geschaffen.

Im Double Border möchte ich noch mehr Krokusse mit dem Namen „Cream Beauty“ setzen. Sie leuchten Schwefelgelb. Auch hier braucht es noch mindestens 50 Stück. Zudem blüht im Double Border Anfang April nichts mehr. Es bietet sich an schwefelgelbe Narzissen mit dem Namen „Cheerfulness“ dazu zu pflanzen. Damit ist der April in diesem Beet gerettet.

Im Schattengarten blühen verstreut ein paar wenige Überbleibsel an weißen Tulpen. Diese müssen auf jeden Fall ergänzt und erweitert werden. Hierzu suche ich noch eine weiße Papageientulpe. Mindestens 100 Stück brauche ich davon. Eigentlich mehr!

Um den Taschentuchbaum möchte ich noch etwas Höhe schaffen und werde auf jeden Fall 25 mal den Zierlauch „Mount Everest“ pflanzen. Er sieht bereits schon im Double Border gigantisch aus.

Allium „Mount Everest“ gedeiht bereits im Double Border.

Im Rosengarten blühen noch gar keine Frühlingsblüher. Mal schauen, was sich da so finden lässt…

Dann ist es soweit. Ich habe alles bestellt und es dauert natürlich wieder viel zu lange, bis Pflanzzeit ist. Damit die Zwiebeln nicht vorher schon im Keller vergammeln, habe ich sie erst Ende September liefern lassen und damit mich selbst und meine Ungeduld ausgetrickst.

Alles gut angekommen: Zwiebelblumenlieferung.

Die Zwiebeln sehen gut aus und das Wetter ist nach einer kurzen Regenphase auch wieder wärmer und trocken. Die perfekte Zeit, um endlich alles pflanzen zu können. Exemplarisch am Allium „Mount Everest“ erkläre ich, wie ich pflanze.

Als Erstes ist zu bedenken, wann die richtige Zeit zum Auspflanzen ist. Bei winterharten Zwiebeln, die im Frühjahr blühen, sollte man im Herbst und Winter (solange der Boden nicht gefroren ist) setzen. Sommerblühende und herbstblühende Zwiebeln setzt man am besten im Frühjahr. Nicht winterharte Sorten erst nach den Eisheiligen.

Das Pflanzloch sollte tief genug sein.

Die Pflanztiefe richtet sich nach der Zwiebelgröße bzw. nach der Sorte. Sie sollte ca. zwei bis drei Mal so tief sein, wie die Zwiebeln groß sind. Also größere Zwiebeln immer tiefer setzen!

Sand hilft schwere Böden zu verbessern.

Neben der Pflanztiefe ist es wichtig, an welchem Ort sich die Zwiebel wohl fühlt. In der Regel mögen Zwiebeln keine Staunässe und brauchen viel Sonne. Dies kann aber variieren! Am Besten schaut man auf der Pflanzanleitung nach oder fragt den Gärtner.

Der Boden sollte gut durchlässig sein. Sonst können die Zwiebeln verfaulen. Daher sollten schwere, lehmige Böden immer mit Sand und Kompost aufgewertet werden. Bei besonders empfindlichen Sorten kann zudem eine Sand- oder Kiesschicht von ca. 5 cm Höhe auf den Boden des Pflanzlochs als Drainage aufgebracht werden.

Eine Drainageschicht aus Sand.

Die Zwiebeln werden immer mit der Wurzelseite nach unten gesetzt. Sonst braucht der Spross zu viel Energie, um sich nach oben zu schieben. Dann kann es sein, dass für die Bildung einer Blüte nichts mehr an Energie übrig bleibt, was sehr schade wäre.

Die Wurzelseite muss bei der Pflanzung nach unten schauen.

Zwiebeln brauchen Nahrung. Deshalb empfehle ich immer die ausgehobene Erde mit Kompost anzureichern. Auch eine Kompostschicht auf den Pflanzbereich hilft bei der Versorgung mit Nährstoffen.

Gruppenpflanzung von Allium.

Ob man die Zwiebeln einzel oder in Gruppen pflanzt, ist letztlich Geschmacksache. Ersteres wirkt natürlicher und ist im Naturgarten schöner. Zweiteres wirkt in geplanten Beeten harmonischer und bringt mehr Struktur. Beides ist schön!

Was letztlich bleibt, ist viel Geduld, um auf das Frühjahr zu warten! Liebe Grüße und viel Spaß beim Warten, wünscht Dir,

Sven.

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