Was grünt denn da?

Sterndolde (Astrantie)

Wenn das nicht himmlisch ist: Sie schweben über den dunkelgrünen Blättern wie Sterne. Wiegen sich leicht im Wind. Locken unzählige kleine geflügelte Wesen an und zeigen ihre volle Pracht im Juni, Juli. Wenn man geschickt ist, sogar noch einmal im September.

Ja, es ist wirklich himmlisch. Und genau deswegen gehört die Sterndolde zu den wichtigsten Stauden in unserem Garten. Ihr Name ist jedoch nicht nur himmlisch, sondern auch Programm:

Ihre Blüten muten wie Sterne an.

Ihre unzähligen Blüten, die von Weiß, verschiedenen Rosé-Variationen bis hin zu Rot reichen, werten besonders halbschattige Gartenbereiche auf. Sie tanzen über ihrem Blättermeer und sehen damit aus, wie kleine Sternchen. Eine Pflanze bildet Massen an Blüten, die fast zwei Monate lang ihren großen Auftritt haben. Die eigentlichen sternförmigen Blüten befinden sich in der Mitte der Blume, umhüllt von zarten Hochblättern. Sowohl die Blüte im Ganzen, als auch die darin enthaltenen Einzelblütchen gleichen strahlenden Sternen.

Sie verschönert viele Bereiche im Garten und überlässt den großen Auftritt den Blütenstars.

Sie verbindet die Blütenstars, umschmeichelt sie und gibt ihnen noch genug Raum für den großen Auftritt. Damit ist sie nicht die Pflanze, die die große Show sucht, sondern setzt – wie die Sterne am Nachthimmel – leuchtende kleine Akzente, ohne die der Himmel – oder das Staudenbeet – langweilig und trostlos aussehen würden. Stars, wie der Mond, werden damit umspielt, lassen ihm den großen Auftritt und sorgen für kleine Aufmerksamkeitsblitze im dunkel der Nacht.

Auch die Königin braucht ihren Hofstaat.

Im Halbschatten und im Mondgarten setzen weiße und hellrosé Sorten Lichtpunkte.

Besonders im Weißen Garten (Mondgarten) braucht es helle Akzente, die im Mondschein den Garten zum Leuchten bringen. Hier zeigt die Sterndolde besonders ihr Talent: In der Nacht tanzen die Sterne im Staudenbeet. Aber auch in der Schattenzeit des Halbschattens braucht es helle Farben, damit dieser Bereich zur Geltung kommt. Besonders geeignet sind hier Sorten, wie „Shaggy“, „Kärtner Sterndolde“ oder „Star of a Billion“.

Die Sorte „Shaggy“ setzt Lichtpunkte im Halbschatten.

Die Sterne gehen immer wieder auf.

Die Sterndolde ist eine Staude und damit eine krautige Pflanze, die im Winter einzieht und jedes Jahr noch schöner und größer wird. Wer sie nach der Blüte im Juni/Juli zurückschneidet, kommt oft noch einmal in den Genuss die Sterne aufgehen zu sehen. So blüht sie im September noch einmal nach. Auch die Vermehrung durch Samen ist sehr einfach, so dass schnell ein großer Bestand im Garten geschaffen werden kann.

Geflügelte Wesen umschwärmen sie.

Wenn man die Pflanze näher betrachtet, wird es klar. Hierbei handelt es sich um einen Doldenblütler. Seine unzähligen kleinen Blütchen sind zu einem Blütenstand mit Hüllblättern zusammengefasst. Es gibt deshalb unzählige Blüten an einer Pflanze, die ein reichhaltiges Nahrungsangebot für Insekten bietet. Die Pflanze ist heimisch und deshalb für unsere Insektenwelt besonders wertvoll. Kein wunder, dass besonders Bienen und Hummeln öfter anzutreffen sind.

Kurzer Steckbrief:

  1. Name: Sterndolde (Astrantia)
  2. Blütenfarben: weiss, rosa, rot
  3. Blütezeit: Juni/Juli (+September)
  4. Höhe: je nach Sorte zwischen 40 bis 80 cm
  5. Licht: (sonnig bis) halbschattig
  6. Boden: feucht und humos
Astrantie im Beet mit viel Schattenzeit.

Vielleicht ist die Astrantie auch eine Pflanze für Deinen Garten? Das Blattwerk lässt sich das ganze Jahr gut sehen, sie blüht fantastisch und verbindet die Pflanzen in Deinem Beet. Lass es auch bei Dir himmlisch werden.

Dein Sven.

One Comment

  • Wolfgang Nießen

    Ja, diese Staude ist auch was für unseren Garten, sie ist einfach wunderschön.
    Der Begriff Mondgarten gefällt mir, habe ich so noch nie gehört, klingt irgendwie geheimnisvoll.
    Ich wünsche Dir einen guten Start in die neue Woche.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

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