Tipps & Tricks

Jetzt geht’s los!!!

Endlich ist die Zeit für Aussaaten gekommen. Der Frühling naht und die Fensterbänke werden für Töpfe und Aussaatschalen freigeräumt. Meine Samen habe ich bereits im Dezember bestellt. In dieser Zeit plane ich, was alles im Garten wachsen soll. Und jetzt ist es soweit…

Die Aussaat beginnt mit Blumensamen.

Mitte Januar habe ich begonnen meine ersten Samen in die Erde zu bringen. Es beginnt mit dem Fingerhut „Snowy Mountain“ und der Gartenwicke „King Size Navy Blue“. Auf beiden Samentütchen war eine Aussaat unter Glas oder im Haus möglich. Normalerweise säe ich den Fingerhut nach der Samenbildung im Sommer aus. Da er zweijährig ist, blüht er dann erst im nächsten Frühjahr. Bei dieser Sorte Fingerhut ist eine Blüte im gleichen Jahr möglich, wenn man schon im Januar aussät. Eine Garantie gibt es allerdings nicht.

Bei den Wicken kann normalerweise im Herbst oder im März ausgesät werden. Bei dieser Sorte scheint es hingegen schon im Januar möglich zu sein. Ich bin gespannt. Die Keimtemperaturen liegen zwischen 18 – 30 Grad. Der Fingerhut ist zudem ein Lichtkeimer. Deshalb dürfen die Samen nur auf der Erdoberfläche aufgebracht und im Anschluß festgedrückt werden. Die Samen der Wicken werden ca. 2 cm tief in die Erde gesteckt. Zur besseren Keimung kann man sie vorher auch in Wasser einweichen lassen.

Dann heisst es abwarten und bei den winterlichen Temperaturen auch „Tee trinken“. Die Wicken sollten nach 7 bis 21 Tagen herausspitzen, die Fingerhüte nach ca. 14 bis 30 Tagen. Etwas irritiert war ich beim Fingerhut. Die 40 Samen, die in dem Tütchen sein sollten, waren dort nicht zu finden. Vermutlich waren es nicht einmal 20. Ich bin gespannt, was aufgeht.

Update 30. Januar 2021:

Die Wicken sind alle wunderbar gewachsen. Sie haben tatsächlich nur sieben Tage zum Keimen gebraucht und sind schnell nach oben gesprossen. Deshalb habe ich mich entschieden, sie in das beheizte Gewächshaus zu bringen. Dort bekommen sie mehr Licht und wachsen etwas langsamer. Durch den Erfolg angespornt habe ich gleich noch zwei weitere Wickensorten eingesät.

Im Gewächshaus gibt es mehr Licht.

Beim Fingerhut ist ebenfalls etwas gewachsen. Es sind wie vermutet weniger als 20 Pflänzchen aufgegangen. Damit sie nicht zu schnell wachsen und mehr Licht bekommen, sind auch sie in das Gewächshaus gewandert.

UPDATE 07. Februar 2021:

Gestern habe ich Paprika, Chilli und Auberginen eingesät. Bei den Chilis hatte ich letztes Jahr eine Sorte, deren Namen ich nicht mehr weiß. Ich muss unbedingt noch einmal schauen, ob ich nicht herausfinden kann, welche das waren. Meine Gartenfreundin Anja, von der ich die Samen habe, weiß bestimmt bescheid. Sie hatten kleine runde, rote Früchte und waren nur mäßig scharf. Aus den Früchten des letzten Jahres hatte ich Samen entnommen. Ich hoffe, sie gehen auf.

Die leckere unbekannte Chillisorte.

Bei den Paprika probiere ich die Sorte „Feher“ aus. Ich mag Spitzpaprika sehr gerne. Mal schauen, ob sie wachsen wollen. Die Keimzeit – laut Anleitung – beträgt 10 – 18 Tage. Die Keimtemperatur liegt bei 22 – 24 Grad. Das kann ich in der Wohnung garantieren.

Da ich meine Auberginen in Töpfen im Gewächshaus bewirtschafte, habe ich mir Samen einer Topfaubergine mit der Bezeichnung „Patio Baby“ ausgesucht. Eine ähnliche Sorte hatte ich bereits im letzten Jahr und fand sie recht gut im Ertrag. Die Keimzeit beträgt 15 bis 20 Tage. Die Keimtemperatur liegt zwischen 20 und 25 Grad. Mal schauen, ob sie meine Erwartungen erfüllt.

Auberginen des letzten Jahres.

Bei den Wicken, die ich nachträglich eingesät habe, ist nur die Duftwicke „Royal Blaue Töne“ aufgegangen. Bisher hatte ich noch keine Duftwicke im Garten und bin schon gespannt, wie sie riechen wird. Sie wurde mittlerweile auch im Gewächshaus untergebracht. Die weiße Sorte „Everlasting White Pearl“ wollte nicht aufgehen. Dann gibt es dieses Jahr einmal keine weißen Wicken! Nachsäen möchte ich nicht mehr. Jetzt ist erst einmal das Gemüse dran.

UPDATE 18. Marz 2021:

Spitzpaprika und Auberginen sind aufgegangen. Die Chilli wollte leider nicht wachsen. Die Auberginen sind schon von mir pikiert worden und fühlen sich auf der Fensterbank pudelwohl. Da wird wohl nichts mehr schief gehen. Den Spitzpaprika werde ich diese oder nächste Woche pikieren. Dann darf auch er noch ein bisschen Zeit auf der Fensterbank verbringen.

Anfang März sind dann auch die Tomatensamen in die Erde gebracht worden. Dieses Jahr habe ich nur Samenfeste Sorten ausgewählt: „Tigerella“, „Maskotka“, „Indigo Rose“, „Slivowidnij“, „Tigerette Cherry“ und zwei Unbekannte von meiner Gartenfreundin Anja, die ich recht lecker fand. Die meisten Sorten sind bereits aufgegangen, aber noch nicht alle. Ich hoffe, sie lassen sich nur Zeit und bleiben nicht aus. Aber so ist das mit der Natur. Sie lässt sich letztlich nicht beeinflussen.

Anfang März habe ich auch Sommerblumen ausgesät. Von meiner Bloggerkollegin Sarah habe ich Mohn und Schleierkraut erstanden. Den Mohn habe ich allerdings nicht in Töpfe und Schalen gebracht, sondern gleich in die passenden Beete im Garten. Ich hoffe, dass es etwas wird. Ebenso bin ich mit dem Schleierkraut verfahren. Allerdings habe ich einen Teil in den Garten gesät und einen Teil in kleine Töpfe, damit ich leere Stellen im Beet damit füllen kann. Die Mohnsorten heißen „Maanzaad“ und „Amazing Grey“. Das Schleierkraut „Gypsophila Monarch White“. Das Schleierkraut in den Töpfen steht im Gewächshaus und hat bereits die ersten kleinen Blättchen gebildet. Draußen ist noch nichts zu sehen.

Im Vordergrund: Schmuckkörbchen (li) und Zinnien (re). Im Hintergrund: Wicken (li) und Schleierkraut (re)

Ebenfalls im Gewächshaus habe ich Malven ausgesät: Die weisse „Mont Blanc“ und die lila „Malva sylvestris“. Sylvestris ist bereits aufgegangen. Die Weisse lässt noch auf sich warten. Ich habe altes Saatgut verwendet. Es kann also auch sein, dass „Mont Blanc“ gar nicht aufgehen wird.

Natürlich habe ich wieder Schmuckkörbchen gesät. Die passen in jedes Beet und füllen jede noch so große Lücke. „Reinheit“ und „Lemonade“ sind meine Lieblingssorten auf die ich nicht verzichten möchte. Sie sind eigentlich schon bereit zum pikieren. Im Gewächshaus wachsen sie allerdings langsamer, so dass ich mir damit etwas Luft und Platz auf der Fensterbank verschafft habe.

Nachdem ich letztes Jahr nur gekaufte Zinnien im Garten hatte, musste ich dieses Jahr auf jeden Fall wieder welche selbst heranziehen. Gemeint sind die Sorten „Green Envy“, „Zahara Starlight Rose“, „Queeny Lime Red“ und „Profusion White“. Sie werden die Beete und Töpfe zum Leuchten bringen. Bis auf eine sind alle bereit zum pikieren. Ich habe also massig zu tun.

Fast hätte ich vergessen, dass ich auch noch die Edelwicke „Lila Ripple“ ausgesät und bereits im Gewächshaus habe. Sie ergänzt das Wickensortiment. Im Gewächshaus habe ich auch schon die ersten Wicken punziert, d.h. das Köpfchen abgeschnitten, so dass sie in den Blätterachseln darunter neue Seitentriebe bilden. Bis zum Auspflanzen werden sie schön buschig sein.

UPDATE 06. April 2021:

Ein paar der Tomaten wollten nicht so gut aufgehen. Leider! Besonders auf die Sorte „Slivowidnij“ habe ich mich gefreut. Aufgegangen sind nur zwei. Ich habe trotzdem genug Tomaten für dieses Gartenjahr. Ich habe sie sogar schon letzte Woche pikiert. Es muss jetzt unbedingt warm werden, damit ich sie ins Gewächshaus pflanzen kann.

Die Tomaten sehen schon gut aus.

Eine Sorte meiner Zinnien hat es nicht überlebt. Sie sind der Umfallkrankheit anheim gefallen. Ein Pilz zerstört die jungen Triebe nah am Boden, so dass die Pflanzen einfach umkippen und nicht mehr zu retten sind. Ich hoffe, dass meine anderen Pflanzen verschont bleiben. Der Rest der Zinnien und die anderen Sommerblumen sehen noch klasse aus. Dann habe ich Kapuzinerkresse eingesät. Sie blüht klasse und ist zudem noch schmackhaft. Die Sorte „Milk Maid“ darf im Sommer den Kräuter- und Gemüsegarten verschönern. Vielleicht auch mein Double Border.

Hier muss dringend pikiert werden. Diese Woche sind die Schmuckkörbchen dran.

Letzte Woche habe ich noch Gurken, Zucchini und Kürbisse gesät. Einige spicken bereits aus der Erde. Gesät habe ich die „Mexikanische Minigurke“, die ich letztes Jahr im Gewächshaus hatte, aber nicht viel angesetzt hat. Vielleicht pflanze ich sie dieses Jahr in den Garten. Dann habe ich noch die Snackgurke „Iznik“ gesät. Sie soll ins Gewächshaus einziehen. Da ich wenig Platz im Gemüsegarten habe, habe ich mir Samen einer Kletterzucchini mit der Bezeichnung „Black Forrest“ besorgt. Ich bin schon gespannt, wie sie klettern wird. Kürbisse baue ich dieses Jahr zum ersten Mal an. Ich habe mir Samen gekauft, die sowohl schmackhafte, als auch dekorative Kürbisse hervorbringen sollen. Zwei Sorten sind eingesät: „Sweet Dumping“ und „Baby Booty“.

UPDATE 02. Mai 2021:

Die Gurken, Zucchinis und Kürbisse sind gut aufgegangen. Zwar sind nicht alle Samen gekeimt, aber genau die Menge, die ich brauche. Jetzt werden sie schön feucht gehalten und gedüngt. Ich hoffe, dass es bald warm wird, damit ich sie auspflanzen kann, denn der Frost ist ihr Tod. Mitte Mai sind die Eisheiligen zu Ende und dann geht es auf jeden Fall raus in den Garten. Je nachdem was der Wetterbericht sagt, auch etwas früher. Meine Fensterbänke und das Gewächshaus quellen über. Es wird also Zeit.

Links sind Gurken, Kürbisse und Zucchinis zu sehen. Rechts meine Paprika.

Die ersten Sommerblumen sind bereits abgehärtet und in den Garten gepflanzt. Es sind unempfindliche Einjährige, die aus ähnlichen Klimazonen stammen. Hierzu zählen die Wicken, die Malven und das Schleierkraut. Zuerst sollte man sie an frostfreien Tagen für ein paar Stunden in den Garten stellen. Jeden Tag ein bisschen länger, bis man sie auspflanzt. Zur Vorsicht vor Frost sollte man ein Flies bereit halten, dass man an kalten Tagen über die Pflanzen legen kann. Das war bisher nicht mehr notwendig.

Langsame Gewöhnung an die Außentemperaturen.

Teilweise brauche ich die Blumen für das Projekt „Topfgarten“. Die Malven sind deshalb schon in Töpfen im Senkgarten untergebracht. Ein paar habe ich im Gewächshaus behalten. Man weiß nie, ob es nicht doch noch mal zu kalt wird. Sollten sie die nächsten Tage überleben, werde ich die Gewächshausmalven in den Rosengarten pflanzen. Das wird bestimmt hübsch aussehen, wenn sie lila zwischen den Rosen blühen.

Das Schleierkraut ist teilweise in den Garten gepflanzt und teilweise noch in Töpfen. Da sie nicht pikiert werden wollen, werde ich beim Auspflanzen den Wurzelballen in mehrere Stücke brechen und sie so an Ort und Stelle setzen. Ich hoffe, das funktioniert. Zudem habe ich sie auch im Garten ausgesät. Dort sieht man schon kleine Sämlinge. Auch vom direkt ausgesäten Mohn spitzen die ersten Sämlinge in Richtung Himmel.

Ich berichte in diesem Artikel weiter, was ich pflanze und wie es wächst. Also schau immer mal wieder rein. Was säst Du aus? Gibt es Pflanzen, die Du jedes Jahr heranziehst? Ich freue mich über Deinen Kommentar und Ideen zur Aussaat.

Liebe Grüße,

Dein Sven

3 Comments

  • Rebecca

    Hi Sven- so interessant für mich zu sehen, was andere säen und wie es so läuft! Danke! Ich hab auch Tomaten, cosmeen und Wicken ausgesät- alles gekeimt. Soweit so gut. Aber jetzt fehlt hier Licht– nur graue, wolkenverhangene Tage… Hoffe, dass die anderen Sachen noch werden, hab noch Eisenkraut, Salbei, Mohn und Wucherblume…

    • Sven

      Liebe Rebecca,
      das wird sicher etwas werden! Aber: Rückschläge ergeben sich auch bei mir und gehören dazu. Meine Tomaten sind zum Beispiel nur spärlich gekommen, eine Wickensorte gar nicht und ein Teil meiner Zinnien wurde von einem Pilz dahin gerafft. So ist das halt! Auch das gehört zum Gärtnern dazu. Und wenn alles scheitert, dann gibt es immerhin noch vorgezogene Ware aus der Gärtnerei. Die wollen ja schließlich auch noch etwas verkaufen.😉 Ich hoffe, Dir ist alles gut gelungen. Vielleicht schreibst Du mal, wie es lief.
      Liebe Grüße,
      Sven.

  • Ratze

    Ich hab dieses Jahr wieder (zu) spät losgelegt und daher nur eine Kiste (4×5) Zucchini im Treppenhaus und 3 Kisten je 4×6 Tomaten im Wohnzimmer. Erstere gekauft, letztere rufen Samen vom letzten Jahr, 2 der 3 Campari, die sind genial!
    Zinnien hab ich noch nie vorgezogen, immer direkt raus, ins Gemüsebeet zwischen die Reihen und im Topf auf der Terrasse. Ebenso Kapuzinerkresse Mitte Mai direkt auf die Baumscheibe unter dem Apfelbaum, dann sind die dort jetzt blühenden Tulpen und Narzissen wieder weg 😉
    Was noch da ist vom letzten Jahr: Petersilie, Salat (grüner Radicchio) und Palmkohl 🤗
    Liebe Grüße und toiToiTOI 🍀

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