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5 Arbeiten für Gärtner im Mai

Endlich ist es soweit. Der Mai ist gekommen. Er ist ein wichtiger Monat für alle Hobby-und Gemüsegärtner, denn Mitte Mai sind die Eisheiligen vorbei. Die fünf Eisheiligen mit den Namen Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophia streichen in dieser Reihenfolge vom 11. bis 15. Mai durch unser Land und sollen die letzten Frostnächte bringen. Danach sind in der Regel keine Fröste mehr zu erwarten. Nun kann auch Frostempfindliches in den Garten gepflanzt werden. Der Frühling ist in vollem Gange. Was dann zu tun ist, stelle ich Dir nun vor.

Sommerblumen und Gemüse auspflanzen

Erst werden die Töpfe der Sommerblumen ins Beet gestellt, bevor sie gepflanzt werden.

Auf den Fensterbänken drängen sich empfindliche Jungpflanzen und wollen endlich hinaus in den Garten. Hierzu gehören Sommerblumen wie Zinnien, Dahlien und Schmuckkörbchen, aber auch Gemüse, wie Tomaten, Paprika und Auberginen. Man sieht es ihnen an, das sie endlich hinaus müssen. Sie werden lang, staksig und die Stängel bleiben recht dünn. Sie brauchen jetzt viel Sonne und Platz im Beet oder Kübel, um weiter wachsen zu können. Deshalb dürfen sie nach den Eisheiligen in den Garten ziehen. Dann drohen in der Regel keine Fröste mehr, die der sichere Tod für sie sind. Deshalb ist es wichtig, neben den Eisheiligen auch noch den Wetterbericht zu Rate zu ziehen und die Nachttemperaturen in den nächsten Wochen im Auge zu behalten. Sollte doch noch ein leichter Frost über das Land ziehen, müssen die Jungpflanzen mit Flies, Glasglocken oder übergestülpten Töpfen davor geschützt werden.

Kübel und Balkonkästen sommerlich bepflanzen

Erinnert an „Bella Italia“, wenn die einfache Tontöpfe nur mit Pelargonien (Volksmund: Geranien) bestückt sind.

Die Saison für sommerliche Töpfe und Kübel ist eröffnet. Auch diese dürfen nach den Eisheiligen in den Garten ziehen. Damit man eine schöne Auswahl an Sommerblumen vorfindet, sollte man schon Anfang Mai in den Gärtnereien und Gartenmärkten vorbei schauen. Das Angebot ist dann am größten. Allerdings sollten Geranie und Co. frostfrei im Gewächshaus, Wintergarten oder am ungeheizten Fenstersims noch etwas gelagert werden, bis sie Mitte Mai in den Garten ziehen können. Bepflanzen kann man die Töpfe nach Lust und Laune. Mal gemischt mit mehreren Sommerblumen, Kräutern, Gemüse und Stauden oder nur mit einer Sorte Blumen, wie ich es mit meinem Projekt „Topfgarten“ probieren werde. Dann arrangiert man nicht im Topf, sondern mit den Töpfen.

Gewächshaus vorbereiten

Hier wird es Zeit! Das Gewächshaus muss noch für das Gemüse hergerichtet werden.

Meine frostempfindlichen Gewächse, wie Agapanthus, Feige und Geranie ziehen nun aus dem Gewächshaus aus. Es wird endlich leer und Platz für das Gemüse entsteht. Damit es auch gut wachsen kann, wird das Gewächshaus entsprechend vorbereitet. Licht ist wichtig! Deshalb werden die Fenster gereinigt und auf Schäden untersucht. Auch die Belüftung muss in heißen Sommertagen unbedingt gewährleistet sein und damit die automatischen Belüfter auf ihre Funktion hin geprüft und gewartet werden. Altes Pflanzenmaterial sollte aus dem Gewächshaus entnommen werden. Auch alte und von Krankheitskeimen befallene Erde. Gute Erde kann mit Bodenverbesserer oder Kompost angereichert werden. So vorbereitet können Tomate und Co. nun das Gewächshaus erobern.

Stauden stützen

Äste als Stütze werden kaum wahrgenommen.

Stauden sollten bereits gestützt werden, bevor sie es brauchen. Sind sie noch klein, wachsen sie luftig und natürlich in die Stützvorrichtung hinein. Fängt man sie erst dann an zu stützen, wenn sie es brauchen, wirkt die Stütze meist wie ein Gefängnis. Die Pflanzen sehen dann unnatürlich zusammengebunden oder zusammengepfercht aus. Das ist nicht wirklich schön. Stützen gibt es in allen Variationen. Sie sind meist aus Metall und Holz und lassen sich immer wieder verwenden. Ich versuche dieses Jahr eine Stütze aus Zweigen, die sich natürlich um und durch die Pflanze stecken läßt. Der Vorteil ist, dass man so die Stütze kaum sieht und die Pflanze der Hauptakteur bleibt.

Chelsea Chop

Bleiben mit dem „Chelsea Cut“ besser stehen: Astern.

Ende Mai und Anfang Juni ist die richtige Zeit für den „Chelsea Cut“. Dieser ist benannt nach der großen Blumen- und Gartenschau in Großbritannien, die genau zu dieser Zeit stattfindet. Dann sollten die jungen Triebe einiger Stauden eingekürzt werden. Dies macht man dann, wenn man den Beginn der Blütezeit hinausschieben möchte, oder wenn die Pflanze buschiger werden soll. Dann schneidet man ein Drittel der ganzen Pflanze oder einzelne Triebe herunter. Ich mache das vor allem bei meinen Astern. Sie werden sehr hoch und staksig und fallen dann leicht auseinander. Mit diesem Rückschnitt werden sie buschiger und die vielen Triebe stützen sich gegenseitiger besser. Das geht auch wunderbar mit Phlox, Fetthenne und Katzenminze. Dort schneide ich nur einzelne Triebe. Diese blühen dann etwas später, als die Unbeschnittenen und der Blütenflor wird so verlängert.

Gemischtes Beet (Double Border) mit Stauden, Ein- und Zweijährigen.

Bei den vielen Sommerblumen, Dahlien und Gemüse ist diese Zeit für mich sehr arbeitsintensiv. Jetzt wird noch einmal richtig geklotzt, bevor es im Sommer mit der Gartenarbeit ruhiger wird. Ich mache diese Arbeit gerne, da das Ergebnis im Sommer, wenn die Einjährigen neben den Stauden und Gehölzen den Garten bereichern. Allerdings muß diese Arbeit nicht sein, wenn man ausschließlich bei den Stauden bleibt und auf Sommerblumen oder auch Gemüse verzichtet.

Ich freue mich schon riesig, Dir zu zeigen, wie es im Sommer aussieht. Vor allen auf die Dahlien freue ich mich. Ich wünsche Dir einen sonnigen Frühling (mit nächtlichen Regenphasen),

Dein Sven.

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