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Mittelmeer-Wolfsmilch schneiden

Die Mittelmeerwolfsmilch ist ein echtes Highlight in den sonnigen Bereichen meines Schattengartens. Im Frühjahr mutiert sie von der Begleitpflanze zum absoluten Staudenstar. Die gelbgrünen Blüten leuchten bereits von Weitem aus dem Garten heraus und harmonieren wunderbar mit weissen, rosa und lila Farbtönen. So kommen Tulpen und Mondviolen noch besser zur Geltung. Spätestens ab Mitte Juni beginnen die Blüten langsam zu vergehen. Ab diesem Zeitpunkt bis Anfang August sollte dann zur Schere gegriffen werden.

Zusammen mit den Tulpen wird die Mittelmeer-Wolfsmilch zum Star.

Ich schneide die Mittelmeer-Wolfsmilch recht früh! Nämlich dann, wenn die Blüten beginnen zu vergehen. Ab diesem Zeitpunkt sehen die Stengel mit den heranreifenden Samenständen nicht mehr so ansprechend aus. Da der Schattengarten direkt an der Straße liegt, ist er die Visitenkarte meines Gartenreichs und soll immer etwas hermachen. Deshalb möchte ich, dass die Wolfsmilch das ganze Jahr über attraktiv aussieht. Schneidet man sie vor der Samenreife, geht die ganze Kraft in die neuen Triebe. Mit ihrem üppigen silbernen Blattwerk ist sie die perfekte Begleiterin für meine weissen Ballhortensien. Sie übernehmen im Juli das Regiment im Vorgarten.

Vorne sind schon alle verblühten Stängel heraus geschnitten.

Deshalb schneide ich Ende Juni alle verblühten Stängel bodennah ab. Was bleibt sind ausschließlich die silbrigen Stängel ohne Blüten. Sie zeigen ihre üppigen gelben Köpfchen erst im nächsten Jahr. Aber Vorsicht! Alle Wolfsmilcharten sondern bei Verletzungen am Stängel einen weissen Milchsaft ab, der absolut gesundheitsschädlich ist. Dieser giftige Saft kann beim Kontakt mit der Haut zu Hautreizungen und Verätzungen führen. Deshalb sollte man bei Hautkontakt sofort die betroffene Stelle mit Wasser und Seife reinigen. Kommt der Saft in Kontakt mit Schleimhäuten, muss umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Deshalb empfehle ich bei Arbeiten an Wolfsmilchgewächsen immer Handschuhe und gegebenenfalls einen Augenschutz.

Ab auf den Kompost! Vor dem Zerschneiden für den Kompost, sollte sie allerdings eingetrocknet sein.

Sind alle verblühten Stängel ausgeschnitten, verbleiben die silbrigen neuen Stängel am Gewächs. Sie bilden wieder eine attraktive Struktur und leuchten silbern aus dem Beet heraus. Mit ihrem neuen, frischen Antlitz verschönert sie als Begleitpflanze das Beet mit den vielen Sterndolden und den Hortensien. Weiss und Silber harmonieren dabei besonders gut miteinander und der Schattengarten ist nun wieder perfekt. Bis die Ballhortensien vollständig aufgegangen sind, ist die Mittelmeer-Wolfsmilch wieder zur alten Größe und zum vollen Umfang zurück gekehrt. Das Beet zeigt nun wieder ein monochromes Farbenspiel.

Noch wirkt sie neben den Sterndolden etwas klein.

Die Mittelmeer-Wolfsmilch gehört übrigens zu den Wolfsmilcharten, die das ganze Jahr über ein Blätterkleid tragen und manchmal etwas frostempfindlich sind. In meinem Garten haben sie allerdings Temperaturen bis minus 15 Grad bravourös überstanden. Wer sie stärker zurück schneiden und nicht nur Verblühtes entfernen möchte, sollte dies im Frühjahr tun. Der richtige Zeitpunkt ist gekommen, wenn sie beginnt, neu auszutreiben. Dann schneidet man die störenden oder unschön gewachsenen Stängel einfach bodennah ab. So reduziert man auch den Umfang der breit wachsenden Pflanze. Ein Muss ist das allerdings nicht!

Im Juli ist sie wieder zu ihrer alten Größe zurück gekehrt.

Natürlich ist es möglich, die verblühten Stängel länger stehen zu lassen. Spätestens Anfang August sind sie jedoch gelb und verdorrt. Dann macht es Sinn, die unansehnlich gewordenen Stängel zu entfernen und gegebenenfalls die Samen zu ernten. Genau so verfahre ich auch mit der Walzenwolfsmilch im Double Border, die dort ebenfalls als immergrüne Pflanze in den Weg hinein wächst. Deshalb gelten diese Tipps für alle immergrünen Wolfsmilchsorten.

Viel Spaß beim Pflegen der Mittelmeer-Wolfsmilch. Vielleicht hast Du noch weitere Tipps parat oder handhabst es ganz anders? Dann schreib doch einfach einen Kommentar am Ende dieses Artikels. Ich freue mich darüber!

Liebe Grüße,

Dein Sven.


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Weitere Pflegetipps für Stauden findest Du hier.

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