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Spätsommer-Farben

Ich liebe weiß blühende Beete und Pastellfarben. Viele der Beete in meinem Garten weißen diese Form meiner persönlichen Handschrift auf. Gerne kombiniere ich diese Zartheit mit einer geringen Anzahl an kräftigen Farben. Im Spätsommer dreht sich dieses Farbspiel sowohl im Senk- als auch im Rosengarten um. Die zarten Farben sind dann nur noch ein verbindendes Element zwischen den farbenfrohen Blüten-Knallern. Jetzt zeigen sie, was sie können und setzen zum Paukenschlag an.

Vor allem Dahlien spielen dabei eine herausragende Rolle. Im Spätsommer stehen sie in voller Blüte und produzieren dabei eine Blume nach der anderen. Begleitet werden sie von Stauden und anderen Sommerblumen. Im Senkgarten sind es vor allem die Storchschnabel. Die Sorte „Rozanne“ blüht in einem wunderbar klaren Lila-Blau und beugt sich über alle verblühten Stauden des Frühjahrs. So bleibt die Farbe im Senkgarten erhalten.

Nicht nur in den Beeten soll es nach Spätsommer aussehen. Auch auf den Tischen, die verteilt im Garten stehen, kommt noch einmal Farbe ins Spiel. Hier werden die Farben der Beete aufgegriffen – allerdings mit etwas mehr an zarter, pastellfarbener Verbindung. Die Dekoration soll auffallen, aber nicht den ganzen Garten in den Schatten stellen. So braucht es Dahlien in rosé und lila Farbtönen, verbunden mit weißen Blüten. Helle Dekorationsgegenstände, wie eine alte Steingutflasche, eine Holzschale und Herbstfrüchte, wie Zierkürbisse und -gurken komplettieren die Dekoration.

In Kombination werden die verschiedenen Dekorationsgegenstände zu einem richtigen Stilleben: Eine Hand voll Dahlien als Sommerblumenstrauß, die Holzschale gefüllt mit Kürbissen und Ziergurken und der zarte Hortensienkranz, der vorsichtig dazu gelegt wird. Er soll nicht von den schweren Früchten erdrückt werden und seine Leichtigkeit erhalten. Dieses Stillleben spiegelt in Farbe, Form und Material das Treiben im Garten, insbesondere in den Beeten wider, so dass sich Tischdekoration und Beete in Perfektion ergänzen.

Im Rosengarten sind die Farben bombastisch. Neu hinzu gekommen ist die „Rose de Resht“, die das Farbspiel ergänzt. Sie leuchtet in einem intensiven Violett zwischen den eher pastellfarbenen Rosen hervor. Zudem fühlt sie sich mit den farbenfrohen Begleitern, wie dem Patagonischen Eisenkraut, den Duftwicken und den Astern besonders wohl. Auch sie sind farbintensiv und werden mit zarten Tönen verbunden. Weiße Rosen und pastellfarbene Dahlien übernehmen im Rosengarten diese Aufgabe.

Die Blumendekoration lässt sich auf die verschiedensten Sitzplätze des Gartens übertragen. Der Mix aus grell und zart passt überall. Ein Trend, der sich in den letzten Jahren immer stärker verdichtet und die englischen Cottagegärten in die weite Welt der Gärten getragen hat. So findet man zu dieser Jahreszeit über die ganze Welt verteilt, einen Hauch von Cottagegarten. Auch in meinem Garten.

Neben den Beeten, greift der Topfgarten dieses Farbspiel auf. Hier sind es der Salbei, die Pelargonien, die Verbenen und die Dahlien, die starke Farbakzente setzen. Pfefferminze, rosa Lavendel und hellblauer Agapanthus fungieren als verbindende Elemente. So spiegelt sich überall im Garten das gleiche Design wieder. Wiederholung ist eines der wichtigsten Prinzipien des harmonischen Gartenbildes.

Daneben braucht es ruhige und weniger auffallende Elemente. Im Senkgarten ist es eine Betonschale, die mit Moos bepflanzt ist. Harmonie braucht Bereiche, in denen das Auge ruhen kann. Beide Schalen bieten solch entspannende Momente. In der Holzschale wird dies durch die monochrome Farbauswahl erreicht. In der Betonschale durch die Verwendung von nur einer Pflanze. Reduktion in der Farbe oder der Anzahl ist hier das ausschlaggebende Moment.

Das selbe Prinzip findet sich im Beet des Senkgartens wieder. Nicht zu viele Blüten, das gleiche Farbspektrum und die richtige Kombination von knalligen Farben und den verbindenden zarten Tönen. Sie sind die Dekoration der Natur. Herrlich, welche Farben die Natur schafft. Bald werden sie sich wieder verändern. Deshalb hoffe ich, dass das Wetter noch viele schöne Tage im Spätsommer bietet.

Welche Farben hat der Spätsommer bei Dir? Magst Du lieber sanfte, zarte Töne oder knallige Farben? Alles darf sein und soll Dich in Deinem Garten wider spiegeln. Ich freue mich über Deine Kommentare und Anregungen zu diesem Artikel. Genieße den Spätsommer und sei lieb gegrüßt,

Dein Sven.

One Comment

  • Renate Zickenheimer

    Hallo Sven, ich kann Dir meinen Herbstgarten gar nicht schildern, die Farben, die ich sehe, wenn ich hinausschaue, sind eine Mischung der ersten Rosenblüte von weiß rosa pink bis dunkelrot, die erst ab Ende Juli eingesetzt hat und den Hochsommerstauden am Teich wie Blutweiderich und Schneefelberich, die so gechopt wurden, dass sie jetzt erst anfangen zu blühen. Eigentlich wären meine Herbstfarben sehr pastellig, einfach weil es sonst zu laut wird, wenn die Gehölze sich goldgelb oder weinrot bis orange färben. Aber Beides wird wohl kaum stattfinden. Ich bin einfach froh um alles was nächstes Jahr wiederkommt. Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende. Wurzerl

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