Öffentliches Grün,  Über Stock und Stein

Heimat mit Stil

Zwischen Bergen und Wäldern, unweit des Chiemsees, liegt ein ganz besonderer Ort. Ein Ort der die Tradition mit der Moderne verbindet und das so gekonnt, dass alles harmonisch ineinander verschmilzt. Gestern und Heute werden eins. Besonders gut wird dies im Garten deutlich. Kein Wunder. Das Gästehaus aus dem Jahr 1671 wurde vom Möbelverleger und Designstar Nils Holger Moormann aus dem Dornröschenschlaf erweckt. Jetzt bietet es Gartenbegeisterten und Ruhesuchenden eine Zuflucht.

Modern eingefasst, findet sich ein Bauerngarten mit Staketenzaun.

Dabei ist dieser Ort gar nicht geplant gewesen. Auf dem Grundstück, hinter dem Haus, sollte eine Lagerhalle für die Designfirma entstehen. Leider, oder aus heutiger Sicht „Gott sei Dank“ ist damals noch nicht klar gewesen, dass auf Teilen des Grundstücks ein Bauverbot gilt. So wurde aus dem geplanten Lager letztlich ein Gästehaus, das dem Minimalismus in seiner schönsten Form frönt. Es entstand Heimat mit Stil.

Das Gästehaus „Berge“.

Der Garten des Designhotels ist großzügig geschnitten und kann von allen Gästen uneingeschränkt genutzt werden. Klare Linien kennzeichnen die Grundstruktur. Alle Materialien sind der Tradition verbunden. Holz, Metall und Stein wirken ursprünglich und wurden in dieser Form auch in anderen alten Bauernhäusern und deren Gärten verwendet. Allein die Art der Anordnung, die Farbgestaltung oder die Form unterscheiden sich hier und da von traditionellen Bauweisen. Es gilt die Devise des Minimalismus und die Verbindung von Gestern und Heute.

Auf dem Sonnendeck lässt es sich wunderbar entspannen.

So sind sowohl im und am Haus, als auch im Garten, Anteile einer alten Tradition zu finden. Im Garten steht beispielsweise ein alter Steintrog als Brunnen. Auch ein typischer kleiner Bauerngarten mit Wegekreuz und Staketenzaun, lässt sich als scheinbar erhaltener Gartenraum wieder finden. Er ist bestückt mit Kräutern und typischen Stauden für diese Art von Garten. Umschlossen wird er von einer modern gehaltenen Grundstruktur, die alles miteinander verbindet.

Auch Wildblumen lassen sich finden: Schafgarbe.

Im Garten findet man, was vom Alltag ablenken und Entspannung versprechen soll. So gibt es eine Bocciabahn, ein Gartenhaus, eine Sauna, einen Freiplatz mit Tischen und Bänken und eine Holzterrasse, auf der bequem Liegestühle drapiert werden können. Nichts soll den Genuss der Natur stören, sondern den Aufenthalt im Garten möglichst angenehm machen. Genügend Stauraum für Fahrräder oder im Winter Skier gibt es auch. In klug geplanten Gartenhäuschen ist alles schnell untergebracht und stört damit das Schönheit liebende Auge nicht.

Blick über den Garten.

Gerade für Kinder oder wie in unserem Fall Hunde, ist im Garten genug Platz, um auch dort herumtollen zu können. Wie in den großen Schaugärten werden Wege und Plätze in den Rasen gemäht und schaffen so Platz für phantasievolle Spiele, oder einfach nur für eine kurze Wanderung durch den Garten. Im Grün des ungemähten Wiesenanteils entdeckt man heimische Pflanzen, wie Klee, Storchschnabel und Schafgarbe. Und natürlich findet man dort auch das passende Getier.

Die kleinen Gartenhäuschen bieten alles, was man braucht.

Wir haben bereits zum zweiten Mal in einem der kleinen Gartenhäuschen übernachtet. Sie sind mit allem Ausgestattet, was man braucht: Eine Küche mit Essplatz, ein Bad und eine Schlafkoje gehören zum Repertoire. Alles ist ausgestattet mit Moormann Möbeln. So findet sich auch im Garten die typische Sitzbank mit Tisch wieder, die nostalgisch anmutet, in ihrem Design jedoch viel klarer und moderner wieder hallt.

Karla und Austin haben es geliebt, mit uns auf der Holzterrasse zu sitzen. Ganz entspannt, mit einem Buch und einem guten Glas Wein, konnte man den Tag genießen oder den Abend ausklingen lassen. Umgeben von einem wunderbaren Berg-Panorama lässt es sich gut aushalten. Auch der Chiemsee ist nicht weit entfernt und so gibt es zwischen den Stunden im Garten eine Vielzahl an Möglichkeiten das „Dolce Vita“ in Bayern zu genießen.

In der Sauna lässt es sich auch im Winter gut aushalten.

Die Farben in Haus und Garten sind stark reduziert. Im Haus herrschen vornehmlich Schwarz und das blanke Holz vor, dass mit seiner Struktur und Beschaffenheit für sich schon wirkt. Außen kommen vor allem noch Grau und Weiß hinzu. Durch die Reduktion an Farben lassen sich ein bunter Blumenstrauß und farbige Windlichter besser in Szene setzen. Ein Glas mit rotem Wein dazu und schon ist der Tisch ansehnlich gedeckt.

Die Einfahrt zum Gästehaus im modernen Gartendesign.

Die meisten Pflanzen im Garten blühen in weiß und unterstreichen das moderne und klare Thema des Designs. Sie kommen immer wieder in Gruppen und in einer größeren Anzahl vor, wie es besonders die Zufahrt zum Hotel beweist. Hier blühen weiße Bodendeckerrosen und eine Vielzahl an Malvensträuchern. Wie im Spalier stehen sie nacheinander in der Einfahrt des Anwesens. Auch hier zeigt sich, dass gutes Design nicht viel braucht, um zu wirken.

Viel braucht man nicht, um glücklich zu sein.

Für mich ist es immer etwas Besonderes, wenn ich einen Ort finde, der die Gartenkunst ins Leben der Menschen integriert. Sicherlich hätte man diesen Ort ganz anders gestalten können: weniger Grün, praktischer, ertragreicher. Doch hier wurde ein Ort für die Seele geschaffen. Man fühlt sich, wie zu Hause. Eben Heimat mit Stil.

Warst Du auch schon einmal hier? Liebst Du auch Urlaubsdomizile mit viel Grün? Über weitere Anregungen, Ideen und Wünsche freue ich mich in den Kommentaren.

Noch ganz begeistert grüßt Dich,

Dein Sven.

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Weiterführende Links (Werbung ohne Gegenwert):

Hier geht es zum Gästehaus „Berge“.

Alles zu Nils Holger Moormann findest Du hier.

Und natürlich findet man das „Berge“ in Aschau.

Weitere Infos Rund um den Chiemsee.

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