Anpflanzen,  Beetgestaltung,  Design,  Gartengestaltung,  Mit Schaufel und Harke,  Tipps & Tricks

Meine Lieblingspflanzen für den weissen Garten

Ein weisser Garten wirkt meist sehr edel. Dabei ist es völlig egal, ob er formal oder eher natürlich angelegt ist. Die Farbe Weiss ist einzigartig und verfügt über eine spezielle Strahlkraft. Besonders in der Dämmerung und bei Mondschein leuchtet ein weisser Garten aus dem Dunkel heraus.

Unser Weisser Garten vor dem großen Gartenumbau.

Unser Garten bestand einst ausschließlich aus weiss blühenden Pflanzen. Mit der Umgestaltung in verschiedene Gartenräume, gibt es mittlerweile auch andersfarbige Bereiche. Einen „Weissen Garten“ haben wir uns allerdings erhalten. Wir sehen ihn von der Terrasse und vom Haus aus. Außerdem blüht auch der „Schattengarten“ hauptsächlich in weiss. Auf einen weissen Gartenraum kann ich einfach nicht verzichten. Deshalb möchte ich Dir nun Pflanzen für ein weisses Beet (sonnig) vorstellen.

Teppich-Primel

Bei uns im Ort wachsen diese Primeln in jedem Garten. In der Regel in allen möglichen Farben. Sie sähen sich so gut aus, dass sie wie Unkraut wuchern. Für das weisse Beet steche ich alle anders farbig blühenden Primeln heraus und lasse die Weissen stehen. Mit der Zeit bilden sie dicke Bestände. Eigentlich mögen sie nicht viel Sonne. Da die Stauden ihnen über das Jahr hinweg Schatten spenden, überleben sie es auch gut in einem sonnigen Beet. Wer sie nicht ebenfalls wild im Garten wachsen hat, der greift am Besten auf die Sorte „Schneewittchen“ zurück. Sie blüht von April bis Mai wunderbar weiss.

Narzisse

Nicht nur gelbe Narzissen verschönern im Frühjahr unsere Gärten, sondern auch rein weisse Sorten. Ich habe in meinem Garten die Sorte „Thalia“ und „Mount Hood“. „Mount Hood“ hat große einzelne Blüten und „Thalia“ mehrere kleine. In Gruppen gepflanzt oder wild durch das ganze Beet verteilt, bringen sie mit den Primeln erste Lichtpunkte ins Beet. Wer schon früher weisse Punkte in den Garten zaubern will, pflanzt zudem noch Schneeglöckchen.

Hornveilchen

Hornveilchen pflanzen wir in den kalten Jahreszeiten gerne ins Beet oder in Kübel. Entweder spät im Herbst oder im Frühjahr. Die meisten Sorten blühen früh, gegen April, Mai – manche sogar bis in den August hinein. Andere noch einmal im Herbst. Sie sind auf jeden Fall gute Lückenfüller und verbinden die Stauden. Egal, ob dauerhaft integriert oder als vorübergehende Bepflanzung, sie sind auf alle Fälle eine Bereicherung für das Frühjahr im weissen Beet. Wer eine dauerhafte Sorte sucht, pflanzt am Besten die Schönheit mit dem Namen „Milkmaid“.

Klematis

Egal, ob im Schatten oder in der Sonne, man findet für jeden Standort die richtige Klematis. Von der klein bleibenden Stauden-Klematis, bis hin zu Sorten die sich an Rankgittern emporklimmen, gibt es weisse Blüher. Ich habe die Sorten „Miss Christine“, „Albina Plena“, „Yukiokoshi“, „Greve Erik Ruth“ und „Alba Luxurians“ in meinem Garten. Alle haben unterschiedliche Blütenformen und blühen teilweise zu unterschiedlichen Zeiten. Auch im weissen Beet machen sie sich an Rankgerüsten sehr gut und bringen damit Höhe in die Pflanzung.

Bart-Iris

Wenn man das Bild zu den Bart-Iris sieht, besteht kein Zweifel, dass sie unbedingt in den weissen Garten gehören. Zwar blühen sie nur kurz, aber die wunderschönen Blüten machen alles wieder wett. Mit ihren schwertartigen Blättern bringen sie wichtige Struktur ins Beet. Die Sorte „Cliffs of Dover“ ist fast vollständig weiß und verschönert auch meinen Garten.

Kugellauch

Ebenfalls Struktur ins Beet bringt der Zierlauch „Mount Everest“. Eine große, weisse Sorte, die ich in Gruppen ins Beet pflanze. Bei mir verschönert er das Double Border und ab dem nächsten Jahr, auch einen Teil des Schattengartens. Hier habe ich ihn im Herbst eifrig gepflanzt. Er blüht dann, wenn die meisten Stauden noch klein und grün sind. Dann erhebt er sich über sie und bringt das Beet weiter zum Leuchten.

Akelei

Sie sind meine Lieblinge des Frühjahrs. Akeleien pflanze ich in jedes freie Plätzchen im Beet. Im Mai und Juni gibt es deshalb ein Blütenmeer in den Beeten. Viele Blüten tanzen dann über den Stauden. Sie sind so zart und lieblich, dass sie wie kleine flatternde Feen aussehen. Es gibt einige weiße Sorten, wie die Sorte „Kristall“, „Green Apples“ „Pumilla Alba“ und „White Barlow“. Durch Kreuzungen mit anderen Sorten entstehen weitere Blütenformen, die durchaus auch weiß blühen können. Das Aussäen lohnt sich also.

Pfingstrose

Was soll man über die Pfingstrose sagen? Eigentlich ist diese Staude unbeschreiblich. Aber eines ist klar: ein Garten ohne Pfingstrose ist kein Garten. Deshalb muss sie auch in mein weisses Beet. Für die Vase liebe ich die üppig gefüllten Sorten. Für mein Beet schlage ich eine ungefüllte Sorte vor: „Jan van Leeuwen“. Ihre Blütenblätter wirken wie zartes, hauchdünnes Porzellan und die großen Blüten ziehen im Mai alle Blicke auf sich. Leider blühen Pfingstrosen nur kurz, dafür aber so fabulös, dass sie unverzichtbar sind.

Weiße Prärielilie

Bis vor ein / zwei Jahren war mir nicht klar, dass es diese Pflanze gibt. Sie ist eine Zwiebelblume und verschönert den Garten im späten Frühjahr. Dabei entwickelt sie unzählige sternförmige Blüten, die an mehreren Stängeln empor gleiten. Ihr Weiß ist nicht grell, sondern geht leicht in Crème über. Das lässt sie noch sanfter wirken. Die Blätter sind lang und spitz und bringen auch noch nach der Blüte Struktur ins Beet. Im Gegensatz zur Bartiris sind die Blätter jedoch feiner und erinnern eher an gröberes Gras.

Fingerhut

Jedes Jahr gibt es mehr davon in meinem Garten. Der Fingerhut ist für mich der Inbegriff einer Cottagegarten-Pflanze. Er samt sich leicht aus und geht überall im Garten auf. Er ist unkompliziert und gestaltet das Bild des Gartens von selbst – wenn man ihn läßt. In manchen Gartenräumen lasse ich ihn gerne wandern. Im weissen Garten pflanze ich ihn jedes Jahr neu. Da er sich gerne mit anderen Sorten kreuzt, geht er in den verschiedensten Farben auf. Das passt natürlich nicht in einen weissen Garten. Es gibt jedoch einen Trick. Schaut man die Sämlinge genauer an, lässt sich meist herausfinden, wie der Fingerhut später blühen wird: Die weissen Sorten sind an den jungen Blattstängeln grün. Die andersfarbigen Sorten sind eher rötlich. Auf dem Bild sieht man die Sorte „Alba“, die ich schon länger im Garten habe. Dieses Jahr werde ich noch eine weitere weisse Sorte testen.

Pfirsichblättrige Glockenblume

Ich liebe es, wenn sie verstreut durch das ganze Beet wächst und es zwei Monate lang in ein weisses Blütenmeer verwandelt. Wie die Akeleien wandert sie durch das Beet. Geht auf, vergeht, kommt wieder. Samt sich aus. Irgendwann ist sie nicht mehr da, wo sie vorher war und verlässt das Beet trotzdem nie.

Weisse Geißraute

Sie gehört zu den Dauerblühern im weissen Beet. Von Juni bis September reckt sie ihre weißen Blüten in die Höhe und verzaubert durch ihren locker lässigen Wuchs. Schneidet man Verblühtes regelmäßig heraus, blüht sie sogar noch länger. Durch Samen lässt sie sich leicht vermehren und findet sicherlich an mehreren Stellen im Beet ihren Platz. Sie ist groß, breit und unübersehbar. Sie ist eine der Stauden, die für den großen Auftritt sorgt. Eine Leitstaude.

Dahlie

Wer kennt sie nicht? Die Blume des Bauern- oder Cottagegartens. Im Grunde genommen darf sie in keinem Beet fehlen. Auch nicht im weißen Beet. Im Moment ist sie bei mir vor allem ein Lückenfüller. Je nach Größe und Breite der Stauden kommt sie in die freien Stellen und schließt die Lücken. Ich ziehe sie unter Glas vor, dass sie Ende Mai bereits eine anständige Größe besitzt und möglichst schnell blüht. Gott sei Dank haben wir seit dem letzten Jahr ein Gewächshaus. Wenn sie von Juni bis zum ersten Frost blüht, passiert etwas unbeschreibliches mit dem Beet. Dann wirkt es rund und harmonisch – eine Einheit. Das ist die Zauberkraft der Dalie.

Kandelaber-Ehrenpreis

In den schönen, anmutigen Kandelaber-Ehrenpreis „Diana“ habe ich mich sofort verliebt. Im Schaugarten einer Gärtnerei habe ich sie entdeckt. Leider waren zu dieser Zeit keine verkaufsfertigen Pflänzchen vorhanden, so dass ich das Jahr über drei Mal hingefahren bin, bis ich endlich welche erstehen konnte. Das dunkle Grün, der aufrechte Wuchs und die sich nach oben reckenden Blüten haben mich sofort begeistert. Sie versprühen eine Leichtigkeit, die besonders gut zum Ausdruck kommt, wenn der Wind hindurch weht. Ich habe diese Staude schon viele Jahre und sie ist schon mehrfach umgezogen. Zuerst war sie im Weissen Garten, dann im Vorgarten und letztendlich blüht sie im Double Border. Sie gehört ganz klar zu den Stars im Beet.

Phlox

Der Phlox gehört für mich, genauso wie die Dahlie, zu den Cottage- oder Bauerngartenpflanzen. Hier ist er ein Muss. Ich habe diesen Phlox schon so lange, dass er sogar schon mit umgezogen und mehrmals durch den Garten gewandert ist. Er hat sich immer weiter vermehrt, dass er nun an mehreren Stellen im Double Border angekommen ist. Mittlerweile weiß ich gar nicht mehr, welche Sorte ich da im Garten stehen habe. Ich vermute, dass es die „Weiße Wolke“ ist, die von Juli bis September blüht.

Rose

Rosen gibt es unendlich viele. Auch in weiss. Das Problem bei Rosen im Mixed Border ist allerdings, dass sie nicht so schnell wachsen, wie die Stauden um sie herum. Deshalb braucht es Sorten, die mit dem Wachstum der Stauden gut zurecht kommen, dass heisst selbst schnell wachsen und mit Halbschatten zurecht kommen. Ich habe im Double Border die Sorte „Kew Gardens“ die diese Ansprüche locker erfüllt. Mit ihren ungefüllten Blüten passt sie sich gut in das Staudenbeet ein und lässt sich nicht von den Nachbarn stören. Generell kann man sagen, dass die am besten geeigneten Sorten meist Strauchrosen sind, die sich gerne etwas breit machen und hoch hinaus wachsen.

Taglilie

Taglilien sind Robust und machen sich in jedem Beet gut. Ihre grasartigen Blätter verschönern das Beet noch weit über die Blüte hinaus. Schaut man sich das Sortiment der Taglilien genau an, merkt man schnell, dass keine rein weisse Sorte zu finden ist. Es gibt immer nur ein annäherndes Weiss. Meist in Verbindung mit Gelb- und Crèmetönen. Aber das macht nichts. Es ist schön, wenn die Farbe weiss auch mal nuanciert und nicht nur im reinen Ton vorhanden ist. Ich habe „White Temptation“ in meinem Garten.

Katzenminze

Bei der Katzenminze gibt es unterschiedliche weisse Sorten. Bei mir im Garten blüht die klein bleibende „Snowflake“. Ich mag den Duft der Katzenminzen sehr gerne. Sie ist außerdem sehr blühfreudig und versamt sich gut ohne lästig zu werden. Schneidet man sie nach der Blüte bodennah ab, wird sie schnell wieder groß und zeigt erneut ihren Blütenflor Die Sorte „Snowflake“ macht sich besonders gut im Beetvordergrund und streckt sich gerne bis in den Weg hinein. So werden die harten Kanten des Gartenweges wieder entschärft und sanfter.

Kugeldistel

Auch sie ist eine Strukturpflanze. Ihre kugeligen Blüten sorgen für klare Formen. Sie sehen vor, während und nach der Blüte einfach wunderbar aus und werden deshalb von mir auch nicht abgeschnitten. Das hat zur Folge, dass sie sich gerne auch mal versamen. Noch werden sie nicht lästig und ich sammle die ausgegrabenen Sämlinge für Freunde in Töpfen. Der Rest muss weichen. Sonst wird es doch etwas zu üppig. Für ein weisses Beet kann ich „Arctic Glow“ empfehlen.

Echinacea

Als Sonnenhut werden sowohl Rudbekia, als auch Echinacea bezeichnet. Einen weissen Sonnenhut gibt es allerdings nur bei den Echinacea. Sie gehören zu meinen allerliebsten Lieblingsstauden. Ich mag ihre Robustheit bei ihrer gleichzeitigen Anmut. Weisse Echinacea gibt es mittlerweile viele: große, kleine, duftende. Am liebsten mag ich allerdings die Sorte „Alba“. Sie wächst unglaublich gut in meinem Garten und verschönert unterschiedliche Gartenräume. Einen Garten ohne sie kann ich mir nicht mehr vorstellen.

Fetthenne

Die Fetthenne ist bis in den Herbst hinein eher unscheinbar. Doch dann explodieren ihre Knospen und ein unglaubliches Spektakel beginnt. Dann schmücken unzählige kleine Blüten diese Pflanze. Natürlich gibt es weisse Sorten, wie „Iceberg“. An ihr mag ich, dass sie nicht so hoch hinaus will und damit auch nicht zu den Fetthennen gehört, die ihre Stängel umkippen lassen. Eigentlich hatte ich nach unserem Gartenumbau gar keinen Platz mehr für sie eingeplant und deshalb fast alle verschenkt. Ein paar Ableger konnte ich nicht entsorgen und habe sie mangels Platz einfach mal ins Double Border gesteckt. Und schwups waren wieder ein paar Pflänzchen im Beet. Ich finde, dass sie dort durchaus bleiben sollten. Was für ein Glück, dass sie sich nicht ganz verabschiedet haben.

Aster

Astern gehören zum Herbst, wie das Blätterfallen. Dann blühen sie in Hülle und Fülle. Ich habe vor Jahren eine Aster aus einem Topfarrangement in den Garten gepflanzt. Im Topf blieb sie klein. Vermutlich war sie mit entsprechenden Hormonen zum klein bleiben verdammt. Als sie dann im Garten einwurzelte, war sie auf einmal einen Meter hoch. Mittlerweile habe ich sie so oft geteilt, dass sie im Senkgarten, im Weissen Garten und im Double Border zu Hause ist. Einen Namen kann ich nicht nennen. Bei der großen Anzahl an weiss blühenden Astern wird jedoch jeder fündig werden.

Herbstanemone

Nun zur letzten Pflanze meiner Auswahl an weissen Blühern. Die Herbstanemonen haben mein Herz schnell erobert. Sie blühen so wunderschön, dass ich ihnen sogar schon einen Artikel gewidmet habe. Von den weiss blühenden Sorten gefallen mir zwei besonders gut „Whirlwind“ eine gefüllte Sorte und der Klassiker „Honorine Jobert“. Beide wachsen in meinem Garten und zeigen im Herbst ihre wahre Blütenpracht. Man sollte mehrere nebeneinander pflanzen, dass sich die Blüten gemeinsam in die Höhe strecken und ein wogendes Blütenmeer entsteht.

…noch ein paar Tipps:

  • Wähle nicht zu viele unterschiedliche Sorten für ein Beet aus. Die magische Zahl „7“ kann hier hilfreich sein.
  • Wiederhole die unterschiedlichen Pflanzen im Beet.
  • Pflanze mehrere der gleichen Sorte nebeneinander, so dass größere Bereiche einer Pflanze entstehen.
  • Achte bei Deiner Auswahl auf unterschiedliche Blattstrukturen, dass macht das Beet interessanter.
  • Wähle unterschiedliche Weisstöne für Dein Beet, damit es nicht zu langweilig wird.
  • Achte darauf, dass immer etwas blüht.
  • Lege ein weisses Beet dort an, wo Du in der Dämmerung sitzt oder einen guten Blick darauf hast.

Ich hoffe, ich konnte Dich für ein weisses Beet begeistern und Du hast Lust bekommen auch eines in Deinem Garten anzulegen? Vielleicht hilft Dir die Auswahl meiner Pflanzen? Ich freue mich über einen Kommentar.

Liebe Grüße,

Sven.

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.