Mit Schaufel und Harke,  Tipps & Tricks

5 Arbeiten für den Gärtner im April

Endlich ist es Frühling und der Garten fängt an allen Ecken und Enden an zu wachsen und zu gedeihen. Deshalb wird es Zeit für Arbeiten, die den Garten in seiner Pracht erhalten oder verschönern sollen. Ich zeige Dir im folgenden Artikel, was ich gerade im Garten mache und was für mich im Moment am wichtigsten ist. Gerne darf in den Kommentaren von Dir ergänzt werden, aber jetzt lege ich erst einmal los:

Dead Heading

Narzissen, Hornveilchen und Primeln verschönern bereits seit einiger Zeit unsere Gärten und jeden Tag kommen weitere Frühlingsblüher hinzu. Damit die Blütenpracht so lange wie möglich erhalten bleibt, sollte man Verblühtes abschneiden. Gerade bei Primeln und Veilchen macht das Sinn, denn nur dann wird fleißig weiter geblüht, da der Auftrag der Pflanzen – die Samenproduktion – noch nicht erledigt ist. Auch bei Narzissen sollten die vergangenen Blüten abgeschnitten werden (nicht die Blätter!), damit sie ihre Kraft nicht in die Samenproduktion verschwenden und nächstes Jahr wieder schön blühen. Dies gilt auch für viele andere Zwiebelblüher. (Weitere Infos zum „Dead Heading“ findest Du in meinem ausführlichen Artikel hier.)

Man kann verblühtes bei den Hornveilchen mit dem Fingernagel leicht abknipsen.

Unkraut jäten

Ja, ich weiß! Es handelt sich nicht um Unkraut, sondern um Beikraut! Trotzdem möchte ich nicht jedes Beikraut in jedem Beet. Deshalb greife ich jetzt im Frühjahr zum Unkrautstecher und entferne Pflanzen, die ich nicht an diesem Ort wachsen lassen möchte. Manche siedle ich um, oder verschenke sie, denn auch aufgegangene Selbstaussaaten meiner Stauden dürfen nicht überall bleiben. Manche landen im Mülleimer und nicht im Kompost, von dem aus sie meinen Garten weiter erobern würden. Ab Juni muss ich kaum noch Unkraut Jäten, da durch das enge Setzen der Stauden und Kräuter Beikräuter keine Chance mehr haben. Wer alles früh entfernt, hat später im Jahr weniger zu tun.

Stauden nachsetzen

Jetzt sieht man gut, welche Stauden den Winter nicht überstanden haben und damit leere Stellen im Beet entstanden sind. Auch über das letzte Jahr hinweg konnte ich beobachten, ob meine Pflanzideen aufgegangen sind und wo noch etwas hinzugefügt oder umarrangiert werden muss. Das mache ich meist Anfang April, da der Boden schon etwas erwärmt, aber noch nicht so sehr durch die Sonne ausgetrocknet ist. Zudem sind die Stauden im Beet noch klein und man kann leichter darüber hinweg steigen und pflanzen. Deshalb sollte man jetzt passende Stauden erwerben und gleich setzen, damit sie bis zur Blüte noch gut einwachsen können. Am besten wählt man die Pflanzen passend zu den Bedingungen im Beet aus. Damit erspart man sich viel Arbeit in der späteren Pflege der Staude. (Weitere Informationen zur Staudenpflege über das Jahr hinweg findest Du hier. Wenn Du wissen möchtest, wie man richtig pflanzt, bist Du hier richtig.)

Neu Stauden braucht das Beet.

Freilandaussaat im Gemüsebeet

Ich bin nicht unbedingt der Gemüseexperte, aber natürlich gehört auch Obst und Gemüse zu meinem Garten. Ist es nicht toll, wenn man essen kann, was man selbst gesät hat? Deshalb säe ich jetzt schon direkt in den Gemüsegarten. Ich beginne mit Spinat und Radieschen, aber auch anderes Gemüse kann jetzt direkt ins Beet gesät werden: Mangold, Möhren, Pastinaken, Erbsen, Rettich, Rukola, Asiasalate und vieles, vieles mehr… Mein Spinat spitzt schon heraus. Das ging richtig schnell. Ich kann es kaum abwarten, bis er im Kochtopf landet. (Wenn Du wissen möchtest, was ich wann säe, dann schau mal hier vorbei.)

Der Austrieb von Spinat schiebt sich bereits an die Erdoberfläche.

Pikieren und Pinzieren

Wenn die Aussaat auf unserer Fensterbank mehr Blätter als die zwei Keimblätter bildet, wird es Zeit die Pflänzchen zu vereinzeln, also zu pikieren. Man hebt hierzu das Pflänzchen vorsichtig an einem Keimblatt fest und lockert die darunter liegende Erde mit einem Holzstift sorgsam auf, bis es sich leicht heraus ziehen lässt. Dann kommt es in gute, gedüngte Erde und kann dort weiter wachsen. Ganz allein in einem Töpfchen. Das mache ich gerade mit meinen Tomaten und meinen Sommerblumen, wie Zinnien oder Schmuckkörbchen. Damit die Sommerblumen richtig buschig werden, werden sie pinziert. Dies geschieht wenn sie ca. drei bis vier neue Blattpaare entwickelt haben. Dann wird die Pflanze oberhalb des vorletzten Blattpaares gekappt. Dies hat zur Folge, das aus den darunter liegenden Blattachseln neue Triebe gebildet werden. Sie wird buschiger und bekommt damit auch mehr Blüten.

Bereits pikierte Tomatenpflänzchen.

Ich hoffe, Du hast ein paar Ideen und Anregungen aus meiner jetzigen Gartenroutine mitnehmen können und hattest Spaß beim Lesen meines Artikels. Wenn Du noch ergänzen möchtest, dann freut mich das. Dafür sind schließlich die Kommentare gedacht. So können auch andere Gartenbegeisterte an Deinen Ideen teilhaben.

Ich werde jetzt wieder pikieren gehen und wünsche Dir eine sonnige Woche,

Dein Sven.

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